Viel Wärme verkauft

Zweisimmen

Bei der Fernwärmegenossenschaft Zweisimmen übernimmt Rolf Michel den Verwaltungsvorsitz von Ernst Hodel. Die entstandene Lücke im Genossenschaftsvorstand schliesst Michael Pfund.

Präsidentenwechsel: Ernst Hodel (l.) übergibt and Rolf Michel. Neu im Vorstand ist Michael Pfund (r.).

Präsidentenwechsel: Ernst Hodel (l.) übergibt and Rolf Michel. Neu im Vorstand ist Michael Pfund (r.).

(Bild: Fritz Leuzinger)

Als einer der Initianten der Fernwärme Zweisimmen ist Ernst Hodel nach 25 Jahren Vorstandstätigkeit, zuletzt 2 Jahre als Interimspräsident, zurückgetreten. In seinem ausführlichen Jahresbericht blickte er auf ein erfolgreiches 23. Fernwärmejahr zurück. 28 Genossenschafter und Gäste folgten der Einladung ins Spital-Restaurant.

Ein Rekordwert

Im Geschäftsjahr 2015/2016 ist der Wärmeverkauf auf einen Rekordwert von knapp über 4,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundliche Wärmeenergie gestiegen. Verschiedene Witterungseinflüsse und die Dauerbelegung der Gruppenunterkunft Märithalle haben sich po­sitiv ausgewirkt.

Im Gegensatz dazu machten sich die energetischen Massnahmen des angeschlossenen Spital-personalhauses verkaufstechnisch mit dem Minderverbrauch bemerkbar. Fast 8500 Kubikmeter Holzschnitzel wurden in Wärme umgewandelt.

Von einem guten Geschäftsergebnis mit 591 000 Franken Einnahmen war von Sekretär/Kassierin Daniela Bigai zu vernehmen. Der vor Jahresfrist mit 1,5 Rappen pro kWh beschlossene Erneuerungsfond wurde mit 6650 Franken eröffnet. Zusätzlich erlaubte das Ergebnis eine Sanierungsrückstellung von 30'000 Franken. Unter dem Strich der Erfolgsrechnung wurden 1664.35 Franken Gewinn abgerechnet.

Anlagesanierung bis 2022

Im Berichtsjahr sind grössere Reparaturen ausgeblieben. Die Anlagen der Fernwärme Zweisimmen sind jedoch 21-jährig und entsprechen, wie andere vergleichbare Unternehmen, nicht mehr den heutigen Anforderungen. Für das Aufrüsten gab der Kanton Frist bis 2022 .

Dazu Alt-Präsident Hans Sieber: «Mit der neuen Luftreinhalteverordnung von 2012 können wir nicht Schritt halten. Turnusgemäss wurde am kleinen Heizkessel die Emissionsmessungen mit dem Ergebnis durchgeführt, dass die alten zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme im 1995 gültigen Emissionswerte nach wie vor erfüllt werden.»

Planerische Sanierungsvorstellungen der dafür eingesetzten Firma Gunep, Etzelkofen, liegen vor. Nach ihren Erkenntnissen sind mit der Gesamtsanierung die beiden Heizkesselsteuerungen, die Austrittsregulierung und die Expansionsanlage zwingend zu ersetzen. Die elektronischen Steuerungen wie auch die mechanischen Ersatzteile aus der Anfangszeit sind nicht mehr er­neuerbar.

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