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Die Grimselpassstrasse wird 125 Jahre alt

Am 29. September 1894 wurde der Ausbau des Fahrweges über die Grimsel zu einer leistungsfähigen Passstrasse vollendet und bei Schneefall dem Verkehr übergeben.

Auch der frühe Schneefall im Herbst 1884 hielt die Arbeiter nicht von ihrem Auftrag ab, wie hier beim Ausbau einer Kurve.
Auch der frühe Schneefall im Herbst 1884 hielt die Arbeiter nicht von ihrem Auftrag ab, wie hier beim Ausbau einer Kurve.
zvg/KWO
Für die Überwindung der Fluh am Stock oberhalb der Hellmad schlug der Polier Marzoli eine aus der Felswand gesprengte Strassenführung vor. Seit dieser technischen Pioniertat 1894 nennt man diese Stelle Marzolisfluh.
Für die Überwindung der Fluh am Stock oberhalb der Hellmad schlug der Polier Marzoli eine aus der Felswand gesprengte Strassenführung vor. Seit dieser technischen Pioniertat 1894 nennt man diese Stelle Marzolisfluh.
Hans Heimann
An der 1983 erstellten Tschingelbrücke verewigte sich der Bauführer Johannes Frutiger mit seinen Initialen (rechter Bildrand).
An der 1983 erstellten Tschingelbrücke verewigte sich der Bauführer Johannes Frutiger mit seinen Initialen (rechter Bildrand).
Hans Heimann
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Während der Zeit Herzog von Berchtolds von Zähringen, also Anfang des 13. Jahrhunderts, gewann der Grimselpass an Bedeutung. Er diente hauptsächlich als Handelsweg von Italien in die Schweiz und nach Deutschland. Auch waren damals Pilger und Söldner auf dem Saumweg anzutreffen.

Mit dem aufkommenden Handelsverkehr siedelten sich entlang des Überganges verschiedene Berufsleute an, so Hufschmiede, Sattler, Wagner oder Zöllner. Nach Süden wurden meistens Käse, Leder und Eisenwaren, Jungpferde, darunter die Erlenbacher, welche in Italien sehr beliebt waren, gebracht. Aus dem Süden wurden hauptsächlich Wein, Reis, und Muranoglas über die Grimsel geschleppt.

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