Vorgezogene gesangliche Weihnacht

Beatenberg

Der Gemischte Chor Beatenberg überzeugte am 1. Adventssonntag mit einem Weihnachtsoratorium.

Der Gemischte Chor Beatenberg sang zusammen mit Beatenbergern Schülern.

Der Gemischte Chor Beatenberg sang zusammen mit Beatenbergern Schülern.

(Bild: Orith Tempelman)

Was im Detailhandel gang und ­gäbe ist, nämlich lang im Voraus auf Weihnachten hinzuweisen, machte mit grösserer Legitimität auch der Gemischte Chor Beatenberg. «There Is a Light» hiess sein Konzert vom 1. Adventssonntag – nicht, um sich bei Touristen besonders beliebt zu machen, sondern weil das der Originaltitel des aufgeführten Weihnachtsoratoriums von Lorenz Maierhofer ist.

Unter der Leitung von Regula Bürgin, ergänzt durch einen Gastchor – Schüler der 3. und 4. Klasse der Primarschule Beatenberg – und am Klavier begleitet von Ulla Lötters hatte sich der Chor seine Aufgabe nicht leicht gemacht. Statt sich mit der Basisausgabe des Werks mit Chor a cappella und Sprecher und einer Gesamtdauer von rund 30 Minuten zu begnügen, hatte man die Ausgabe «enriched» gewählt.

Ein Sammelsurium

Diese erweiterte Oratoriumsausgabe mit Chor-, Sprech- und Rezitativteilen sowie durchgehender Klavierbegleitung hat eine Aufführungsdauer von circa 45 Minuten. Die chormusikalische Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium ist kein kompositorisch besonders hochstehendes Werk, sondern eher ein Sammelsurium von deutschen, englischen und spanischen Weihnachtsliedern, ein Chrüsimüsi sozusagen.

Man könnte das Werk auch als Gospeloratorium bezeichnen, sind doch mehrere Teile recht bekannte Gospelsongs wie «Somebody’s Knocking at Your Door» oder «This Little Light of Mine», das im Konzert auch von den Kindern in lupenreinem Englisch gesungen wurde.

Vom österreichischen Komponisten Lorenz Maierhofer dürften neben den Arrangements der Gospelsongs vor allem die Rezitative und die solistischen Passagen stammen.

Grosser Einsatz

Die Leistung des Chors war sehr ansprechend; die 19 Sängerinnen und 7 Sänger waren ganz besonders in den ausgesprochen rhythmischen Teilen überzeugend. Schön waren auch die Soli insbesondere von Christine Immler, aber auch einiger Herren, die auch die meisten Textpassagen aus dem Lukasevangelium mit klarer Stimme vortrugen.

Einen Dauereinsatz hatte Ulla Lötters am Klavier; sie musste mit meterlangen Partituren klarkommen und wurde nur zeitweise durch Karin Baer an der Gitarre abgelöst, vor allem beim von den Kindern gesungenen «Feliz navidad». Letzteres Lied wurde dann noch als Zugabe wiederholt, unter Mitwirkung – allerdings nicht ganz auf dem gleich hohen Niveau – der zahlreichen Zuhörer.

Berner Oberländer

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