Wärme dank Holz aus der Region

Oey

Die Wärmezentrale der Energie Burgholz AG werde mit Holzschnitzeln aus den umliegenden Wäldern betrieben, betonte am Donnerstag VR-Präsident Donat Schneider an der Einweihung der Zentrale.

In diesem Gebäude befindet sich die Wärmezentrale Burgholz. Rechts und links befinden sich die Schnitzellager, in der Mitte des Gebäudes die zwei grossen Öfen.

In diesem Gebäude befindet sich die Wärmezentrale Burgholz. Rechts und links befinden sich die Schnitzellager, in der Mitte des Gebäudes die zwei grossen Öfen.

(Bild: Margrit Kunz)

Seit Januar brennt Feuer in den Öfen der Wärmezentrale in der Industriezone Burgholz in Oey. Am Donnerstag fand die offizielle Einweihungsfeier statt. «Wir sind alle stolz darauf, dass die Wärmezentrale rechtzeitig fertig wurde», sagte Verwaltungsratspräsident Donat Schneider an der Feier. «Alle Beteiligten haben am gleichen Strick gezogen, vielen Dank.»

Der Bau der Wärmezentrale steht in direktem Zusammenhang mit der neuen Naturparkkäserei Diemtigtal, die sich gleich nebenan im Bau befindet und im November den Betrieb aufnehmen wird.

Käsen braucht viel Energie, man denke nur an den Alpkäser, der unter seinem Kessi stundenlang ein Feuer brennen lässt. Als effizienteste Lösung zur Gewinnung von genug CO2-neutraler Energie wurde der Bau einer Wärmezentrale gewählt, die nicht nur die Käserei, sondern auch umliegende Industrie- und Gewerbebetriebe mit Energie versorgen kann. Rund achtzig Prozent der Wärme wird die Käserei beziehen. Weitere Abnehmer sind die Mühle Burgholz AG, die Rieben AG und Jenni Umwelttechnik.

Alles gibts doppelt

Auf dem Dach der Heizzentrale befinden sich Solarpanels, die den für den Betrieb benötigten Strom liefern. Was auffällt, ist nicht nur die Grösse der Anlage, sondern auch, dass alle Anlagen doppelt vorhanden sind: das Schnitzellager, den Ofen, den Heisswassertank, alles gibt es zweimal. Dies dient zur Sicherung der Käseproduktion. Kommt die frische Milch von den Bauern, so muss diese verarbeitet werden können, bevor sie verdirbt. Betriebsunterbrüche darf es also nicht geben.

4 Millionen investiert

Der Bau der Wärmezentrale der Energie Burgholz AG kostete gut 4 Millionen Franken. Budgetiert waren 4,2 Millionen. An den Kosten beteiligte sich der Kanton mit 880000 Franken, und eine Million kam aus NRP-(neue Regionalpolitik)Geldern. Die Anlage ist seit Januar in Betrieb. Bei der Inbetriebnahme gab es keine Probleme, aktuell geht die Wärme bereits an die Mühle Burgholz und auch in die Käserei. Dort dient sie der Bautrocknung, bevor mit dem Innenausbau begonnen werden kann.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...