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Was lange währt, wird endlich gut

Am Samstag ist es so weit: Nach dreijähriger Planung an mehreren Standorten, aber nur zweieinhalbmonatiger Bauphase öffnet der Dorfladen am Kronenplatz seine Türen. Der Laden gehört rund 340 Kleinaktionären.

Sie freuen sich auf die Eröffnung des Spiezer Dorfladens am Samstag (v. l.): Verwaltungsratspräsident Sepp Zahner, Isabelle Dänzer, Nicole Schmid, Barbara Rihs, Geschäftsführerin Anne-Kathrin Spielmann, Esther Haller und Frank Roth (nicht im Bild: Rosina Schlosser).
Sie freuen sich auf die Eröffnung des Spiezer Dorfladens am Samstag (v. l.): Verwaltungsratspräsident Sepp Zahner, Isabelle Dänzer, Nicole Schmid, Barbara Rihs, Geschäftsführerin Anne-Kathrin Spielmann, Esther Haller und Frank Roth (nicht im Bild: Rosina Schlosser).
Guido Lauper

«Am 14. September konnten wir die Spiezer Dorfladen AG gründen und anschliessend die Verträge mit der Vermieterin BEKB sowie den Handwerkern unterzeichnen», sagt Anne-Kathrin Spielmann. Die Geschäftsfüh­rerin ergänzt: «Mit einem Aktienkapital von aktuell 265 000 Franken, verteilt auf rund 340 Aktionärinnen und Aktionäre, eröffnen wir den Dorfladen am Samstag.» Den 2. Dezember mit dem beliebten Spiezer Chlouse-Märit hat die AG bewusst gewählt. Laut Spielmann kommen laufend neue Aktienzeichnungen dazu, «etwa von Geschäftspartnern als Reaktion auf unsere Bestellungen und Aufträge». Das Zeichnen sei auch weiterhin möglich.

Was lange währt

Trotz ausreichend Kapital müssten sie mit den Mitteln haushälterisch umgehen, betont Spielmann. Sie begründet dies unter anderem damit, dass die Kosten für den nur zweieinhalbmonatigen Endausbau des Ladens noch nicht im Detail feststünden. «Einsprachen zum Vorhaben waren keine eingegangen», freut sich die Geschäftsführerin und betont: «Die Aufträge gingen ausschliesslich an regionale Unternehmungen.»

«Die grösste Her­ausforderung ist, dass wir den Dorf­laden von Grund auf hochfahren.»

Anne-Kathrin SpielmannGeschäftsführerin

Die lange Zeitspanne vom ersten geplanten Standort im Heinigerhaus im Jahr 2015 über den zweiten gleich gegenüber im ­ehemaligen Blackout-Laden bis nun zur Eröffnung am Kronenplatz begründet Anne-Kathrin Spielmann unter anderem mit zu grossen Ladenflächen respektive damit, dass Standort und Leistung des Raumes nicht gepasst hätten.

Vorerst bieten im Dorfladen zwei Personen mit 160 Stellenprozenten Güter des täglichen Bedarfs an, wenn immer möglich lokale oder regionale Produkte. Auf den 100 Quadratmetern findet sich auch eine Theke für den Offenverkauf von Fleisch, was in Spiez seit der Schliessung der Lötschberg-Metzg nur die Grossverteiler anbieten. Unterstützt werden die beiden Festangestellten von fünf Mitarbeitenden im Stundenlohn. «Der endgültige Personalbedarf wird sich weisen, wenn der Betrieb angelaufen ist», erklärt die 36-jährige Spiezer ­Geschäftsführerin.

Unbekanntes fordert heraus

Nach ihrem Befinden, mitten in den letzten Vorbereitungen, befragt, sagt Anne-Kathrin Spielmann: «Die grösste Herausforderung ist, dass wir den Dorfladen von Grund auf hochfahren und auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen können.» So oder so: «Die Wünsche der Kundschaft zu erfüllen, ist unser Ziel.»

www.spiezerdorfladen.ch

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