Weltklasse Mannried-Open-Air

Zweisimmen

Mannried war einen Moment lang der Nabel der Metal-Welt: Blaze Bayley verlieh dem Obersimmentaler Metal-Festival einen Hauch von Weltklasse.

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«Ich lebe hier meinen Traum, und ihr alle seid ein wichtiger Teil davon», sagte Blaze Bayley, ehemaliger Sänger der legendären Metal-Band Iron Maiden am Freitagabend in Mannried zu seinen Fans. Der charismatische Frontmann gab auf seiner Iron-Maiden-Gedächtnistour XXV Anniversary Show nur ein einziges Konzert in der Schweiz, und das am Mannried-Open-Air. Der Schulhausplatz am Fuss des Mannenbergs war gerappelt voll, die Stimmung auf dem Höhepunkt. Bayley spielte, als gäbe es kein Morgen, rockte die Bühne, als stünde er vor Tausenden von Fans.

Heavy Metal ist eine Lebenseinstellung, und die wurde nicht nur von ihm zelebriert. Jede der zwölf handverlesenen Bands gab ihr Allerbestes und sorgte mit ehrlicher Spielfreude dafür, dass der berühmte Funke auf die Besucher übersprang. Und diese dankten es mit wildem Headbangen, lautstarkem Jubel und frenetischem Applaus. Kaum eine Band unterliess es, die Genialität dieses kleinen, aber feinen Festivals hervorzuheben und den Organisatoren sowie allen Helfern zu danken.

Es ist die Nähe der Musiker zu ihren Fans, die kleine Bühne und das familiäre Ambiente, was zusammengenommen das Mannried-Open-Air zu dem macht, was es heute ist. Da reisten Besucher aus dem Mittelland an, weil sie durch einen Freund davon erfahren hatten, und waren restlos begeistert. «Wir kommen wieder!», versprachen sie, genauso wie jene aus dem Thurgau, die seit fünf Jahren regelmässig dabei sind.

«Es war das Beste!»

Durch den Ausfall zweier Schlagzeuger kam es in Mannried in diesem Jahr zu einer besonderen Verschmelzung zwischen Fans und Bands. Am Schlagzeug der The Hot Pistons half der langjährige Mannried-Open-Air-Besucher Mischu Dietrich aus, bei Ørefik übernahm Chris Rohrbach, der normalerweise im Team der Küchenmannschaft hilft, die Rolle des Taktangebers. Und am Schlagzeug von The Exiled hielt Adrian ‹Lurchi› Kilchenmann, was man sich von ihm versprach.

Das Niveau der Bands war durchgehend beachtlich hoch. Manch einer sprach am Rande des Festivals vom besten Mannried-Open-Air aller Zeiten. Die Veranstalter äusserten sich gleichermassen zufrieden.

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