Wengen-Männlichen: Der Sommer hat die Nase vorn

Wengen

Die Differenz von 2000 Franken sorgt für ein Novum in der 65-jährigen Geschichte der Luftseilbahn Wengen-Männlichen AG.

Im vergangenen Jahr brachte der Sommer der Luftseilbahn Wengen-Männlichen AG mehr Geld ein als der Winter.

Im vergangenen Jahr brachte der Sommer der Luftseilbahn Wengen-Männlichen AG mehr Geld ein als der Winter.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Samuel Günter@samuel_guenter

Nun ist es auch bei der Luftseilbahn Wengen-Männlichen AG (LWM) so weit: Der Sommer überholt den Winter. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018 hervor: «Erstmals in der Geschichte der LWM erreichen wir höhere Einnahmen im Sommer als Winter.» Die Differenz betrage «zwar nur wenige Tausend Franken», es sei aber «ein deutliches Zeichen der sich ändernden Nachfrage».

Im Sommer nahm die LWM 1,602 Millionen Franken ein. Das sind 379000 Franken mehr als im Vorjahr und 444000 Franken über dem 10-Jahres-Durchschnitt. Ein Einnahmen des Winters betrugen 1,6 Millionen Franken – 5000 weniger als im 2017. Damit liegt man 9000 Franken über dem 5-Jahres-Durchschnitt, aber doch 46000 hinter dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Weniger Betriebstage

«Wenig Sonnentage, zahlreiche Sturmtage, Regen und viel Schnee», so wird der Winter 2018 im Jahresbericht zusammengefasst. Während 109 Tagen war die Bahn in Betrieb, das sind sechs weniger als im Vorjahr. Zudem mussten die Pisten zur Sesselbahn Gummi wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Trotzdem sei es gelungen, «nach einem langen Abwärtstrend» die Ersteintritte erneut leicht zu steigern.

Auch im Sommer verzeichnete die LWM weniger Betriebstage (143) als im Vorjahr (156). Trotzdem: «Die Sommersaison ist von Rekordeinnahmen und -Frequenzen gekennzeichnet.» Das während längerer Zeit schöne und stabile Wetter habe das Besucheraufkommen begünstigt.

Insgesamt beförderte die Bahn im Sommerhalbjahr 139863 Personen. 17155 mehr als im Vorjahr, was einer Steigerung von 14 Prozent entspricht. 15920 Personen machten von neuen Angebot «Royal Ride» Gebrauch und erlebten die Fahrt auf dem Freiluftbalkon.

Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen 3,2 Millionen Franken (+8,3 Prozent). Allerdings ist auch der Betriebsaufwand um 7,5 Prozent auf 2,77 Millionen Franken gestiegen. Somit beträgt der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertberichtigungen und Abschreibungen (Ebitda) rund 984200 Franken – 30,3 Prozent des Gesamtertrages. Im Vorjahr waren es 29,8 Prozent. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen Gewinn 86191.82 Franken aus (–392.44 Franken). Der Verwaltungsrat beantragt, eine Dividende von 4Prozent auszuschütten. Insgesamt 80000 Franken.

Die Generalversammlung findet am Freitag, 7. Juni, um 14.30 Uhr, im Bergrestaurant Männlichen statt.

Berner Oberländer

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