Zum Hauptinhalt springen

Wenn der König Geschirr spült

Der Eidgenössische Schwinger­verband tagte im Zeichen der Freiwilligenarbeit in Meiringen .

Ein König spült Geschirr, ein Berner Regierungsrat lobt gelebte Tradition, ein Zuger Regierungsrat spricht von Nachhaltigkeit. Der Eidgenössische Schwingerverband hielt seine zweitägige Abgeordnetenversammlung in Meiringen ab.

Der Schwingklub Meiringen mit OK-Präsident Simon Schmid an der Spitze organisierte den Anlass dem Hören nach zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer. So kam es, dass der aktuelle Schwingerkönig Matthias Glarner nach dem offiziellen Mittagessen abwaschen half.

Regierungsrat Christoph Ammann überbrachte die Grüsse der Berner Regierung und lobte die Werte der Schwinger und ihres Verbandes, in dem viel Freiwilligenarbeit im Interesse eines gelebten Brauchtums geleistet werde. Und der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler (Burger von Innertkirchen) stellte das Nachhaltigkeitskonzept für das kommende «Eidgenössische» vor, das in der Stadt Zug stattfindet. Der ganze Kanton freue sich auf das Fest, sagte er. Abfallberge sollen möglichst klein gehalten werden.

«Gewaltentrennung»

87 Ehrenmitglieder, 90 Abgeordnete der fünf Teilverbände, 46 Funktionäre mit Stimmrecht und 60 Gäste nahmen an der Abgeordnetenversammlung vom Samstagnachmittag bis Sonntagvormittag teil. Dazwischen lag ein Nachtessen, bei dem Samuel Giger (2018 sechs erste Ränge an sechs Kranzfesten) als Sieger der Jahrespunkteliste und Lario Kramer als bester Nachwuchsschwinger gefeiert wurden.

Durch die lange Traktandenliste führte der Böniger Markus Lauener als Präsident des Büros AV. Ein «heisses» Traktandum war die Abschaffung dieses dreiköpfigen Büros. Es ging um schlankere Strukturen und eine neue Aufgabenverteilung, weil es seit 2011 eine Geschäftsstelle gibt und im Hinblick auf die anstehenden personellen Rochaden im Verband.

Zur kommenden Rochade gehört, dass 2020 sehr wahrscheinlich Markus Lauener als Nachfolger von Paul Vogel zum Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbands gewählt wird. Das AV-Büro ist gewissermassen die Spitze der Schwingerlegislative, der Abgeordnetenversammlung. Für dessen Beibehaltung setzten sich die ehemaligen Spitzenschwinger Ernst Schläpfer und Johann Santschi ein. Der Antrag wurde mit 113 zu 100 Stimmen abgelehnt.

Weil defizitär, wurde hingegen die «Schwingerzeitung» abgeschafft, die gemeinsam mit dem Jodler- und dem Hornusserverband herausgegeben worden war; monatliche Newsletters sollen sie ersetzen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch