Wenn Schneesportler ihr Jubiläum feiern

Thun

Die 100-Jahr-Jubiläumsdelegiertenversammlung des BOSV zeigte einen Verband, der daran ist, neue Erfolgsgeschichten aufzubauen. Er feierte mit ehemaligen Spitzenathleten.

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«Es freut mich, dass so viele Leute an die Jubiläumsdelegiertenversammlung des ältesten Regionalverbands von Swiss-Ski kommen», sagte Johny Wyssmüller, Präsident des BOSV (Berner Oberländischer Skiverband), auf dem Expo-Areal in Thun. 35 Oberländer Skiclubs waren vertreten; total hat der Verband 12'326 Mitglieder, 2019 davon in der Jugendorganisation. «Es sind weniger als auch schon. Denkt daran, dass wir die alpine Pyramide an der Basis stärken müssen», sagte Wyssmüller. Im Verbandsjahr 2016/2017 gabs Erfolge: «Es war ein Superjahr für unsere Athleten», so Wyssmüller.

22 Sportler wurden vor vielen Jubiläumsgästen ausgezeichnet. «Die BOSV-Geschäftsleitung und der Vorstand sind sehr stolz auf ihre Trainer», schreibt Monika Am­stutz, Chefin Leistungssport alpin, im Jahresbericht. Im Bericht ist aber auch von Problemen die Rede: Verletzungen, Schnee­mangel und Rücktritte. Aufwind in Sachen Skispringen erhofft sich der BOSV von der Nordic Arena in Kandersteg. Neu hatte der BOSV im letzten Jahr ein Skicrosskader. Ryan Regez zeigte starke Leistungen im Weltcup, verletzte sich aber Ende Saison schwer.

Der BOSV sieht seine Aufgaben vor allem im Leistungssport. Im Rechnungsjahr 2016/2017 setzte er 683 108 Franken oder 88,92 Prozent seines Aufwandes für den Bereich Elite-/Leistungssport ein – den Löwenanteil für Ski alpin. Im Jahr 2017/2018 werden es 710 500 Franken sein, mit dem er Spitzenathleten fördern will. Im Bereich Breitensport führt er eine Abteilung Tourenwesen, für die 4500 Franken budgetiert sind. Spitzenreiter in Sachen Skitouren war der Skiclub Goldiwil, der mit 142 Teilnehmenden 21 Touren unternommen hat, die 201 Kilometer unter die Ski nahmen und 20 460 Höhemeter hinaufstiegen.

Insgesamt beträgt das Budget des BOSV 800 200 Franken. Be­scheiden bleibt der Verband mit Verwaltungskosten: Dafür sind 21 400 Franken budgetiert. 279 800 Franken des Budgets ­werden mit Mitgliederbeiträgen finanziert, 325'500 Franken kommen vom Sportfonds, von Jugend + Sport und vom Kanton. 178'000 Franken werden über das Sponsoring generiert. Präsident Johny Wyssmüller achtete entsprechend sorgfältig darauf, dass diese Geldgeber auch bei den Jubiläumsfotos immer wieder als Bildhintergrund in Erscheinung traten. Am grossen Jubiläumsfest sorgten dann Oesch’s die Dritten (Oberländer und Skifahrer) für Stimmung.

Die Prämierten: Langlauf: Nathalie von Siebenthal, Mathias Inniger. Biathlon: Joscha Burkhalter, Sascha Prentler, Jan Roth, Yara Burkhalter. Alpin JO: Eric Wyler, Patrick von Siebenthal. Alpin Juniorinnen: Nora Schweizer. Alpin Swiss-Ski Damen: Joana Hählen, Katja Grossmann, Nathalie Hauswirth. Alpin Swiss-Ski/Herren: Nils Mani, Lars Rösti, Matthias Grünenwald, Yanick Mani. Telemark: Kim Aegerter, Simone Oehrli, Thomas Rufer. Freeski: Till Matti. Skisprung: Adrian Künzi, Gabriel Karlen, Sandro Hauswirth, Luca von Grünigen, Kevin Romang. Skicross: Gil Martin, Peter Stähli. Behindertensportler: Christoph Kunz. Silberne Verdienstnadeln: Erwin Mani, Hansjörg Winzenried, Susi Müller.

Berner Oberländer

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