Wenn Schwinger und Superhelden ...

Spiez

Die 59. Ausgabe des ältesten Grümpelturniers im Berner Oberland war für das neue OK trotz Wettertristesse ein Erfolg. Der gekickte Kostüm-Klamauk des FC Spiez wie auch die Unterhaltung lockten viel Volk auf die Moosmatte in Spiez.

Sangen und spielten sich an die Spitze: Die Kostümsieger «Schwing dein Ding» während der Kurzshow auf der Spiezer Moosmatte.

Sangen und spielten sich an die Spitze: Die Kostümsieger «Schwing dein Ding» während der Kurzshow auf der Spiezer Moosmatte.

(Bild: Jürg Spielmann)

Jürg Spielmann

Die Tradition lebt. Und wie. Während der fast 60 Lenze zählende Anlass vor Jahresfrist noch auf der Kippe stand, erlebt er am Wochenende einen geglückten Neustart. Am einzigartigen Kostümgrümpelturnier des FC Spiez bedeutet gelebte Tradition, dass knallbunte ­Superhelden verbal um ihre Herzdame buhlen, Roger Federer zum EM-Promi-Talk erscheint und Schüler in ihrer Kurzshow die Euro nachahmen (samt Slowmotion und TV-Liveerlebnis).

Oder eben auch, dass Schwinger Müller Godi nach dem «Oberländischen» nicht in der Schwingerbar landet, sondern im Swingerklub – was ihn dann ganze 300 Stutz kostet . . .

In Scharen pilgern «Grümpu»- Anhänger und Fussballfreundeauf die vereinseigene Moosmatte, um den komödiantischen, aber nicht sehr zahlreichen Shows beizuwohnen. Den Kostümsieg heimst schliesslich der verkaterte Godi der Mixedgruppe «Schwing dein Ding» ein. Gekickt wird freilich auch, 52 Teams jagen dem Leder mit mehr oder weniger Fortune und Talent nach. Laut OK-Chef Patrick Baumer tun sie dies ohne grössere Blessuren – einige angeknackste Rippen seien zu beklagen und zu salben gewesen.

«Sehr positiv» fällt die Bilanz des neuen OK des «Grümpus» aus, das nun auch ein «Sommerfest» ist (Petrus lässt grüssen . . .). «Wir hatten viele Besucher, auch an den Konzerten. Wir sind zufrieden», so Baumer. Und wenn er sagt, dass «eine gute Basis fürs nächste Jahr» gelegt worden sei, lässt sich daraus schliessen, dass auch ein finanzieller Erfolg resultierte.

Und was Patrick Baumer besonders wichtig ist: «Es gab keinerlei Zwischenfälle.» Eine Reaktion hat er von einer Anwohnerin erhalten. Kurz: Die Tradition lebt. Das «Grümpu» ist, wie es zu den besten Zeiten war.

Berner Oberländer

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