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Wer folgt auf Gemeinderat Roger Kohli?

In der Gemeinde Gsteig finden am 26. November Teilerneuerungswahlen statt – falls als Ersatz für Gemeinde-rat Roger Kohli-Buchs min­destens zwei Wahlvorschläge eingehen.

«Teilerneuerungswahlen haben den Vorteil, dass bei Ablauf der Amtszeit nicht gerade das ganze Know-how einer Exekutive verloren geht.» Das sagt Gsteigs Gemeindeschreiber Paul Reichenbach im Hinblick auf den Rücktritt von Gemeinderat Roger Kohli-Buchs aus Feutersoey, der sich als Landwirt aus zeitlichen Gründen nicht mehr der Wiederwahl stellt. Er will nach zwei Amtsperioden keine dritte anhängen.

Das hätte er nämlich gemäss Organisationsreglement tun können: Gemeinderatsmitglieder in Gsteig können neuerdings drei Amtszeiten bestreiten, der Gemeindepräsident kann gar während vier Legislaturen im Amt bleiben. Weil Roger Kohli (SVP) also auf die Wiederwahl verzichtet, geht es nun auf die Suche nach einer Nachfolge.

Bis zum 6. Oktober um 16 Uhr können auf der Gemeindeschreiberei Wahlvorschläge eingereicht werden. Und zwar gemäss dem Artikel 4 des Reglements über die Urnenwahlen von Gruppen von mindestens zehn Stimmberechtigten. Der Wahlvorschlag muss als Zeichen des Einverständnisses auch von der Kandidatin oder dem Kandidaten unterschrieben sein.

Paul Reichenbach weiss, dass sich Kohlis Partei um eine Kandidatur bemühen wird. Dass von den parteilosen Gemeindebürgern Vorschläge kommen, ist laut dem Gemeindeschreiber selten. In jedem Fall wird die SVP nicht mehr als einen Vorschlag bringen. Der Grund dafür ist naheliegend: So wird verhindert, eigene Leute in einem Wahlkampf gegeneinander auszuspielen.

Zu einer Urnenwahl am 26. November kommt es also nur, wenn mindestens zwei Wahlvorschläge eingereicht werden. Und wenn bis zum 6. Oktober gar kein Vorschlag eingeht? «Dann ist der Gemeinderat reglementsgemäss befugt, innerhalb einer ­Woche eigene Wahlvorschläge einzureichen», sagt Reichenbach. Nützt auch das nichts, kommt der Amtszwang ins Spiel.

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