«Wir sind über dem Berg»

Matten

Die SAC-Sektion Interlaken ist im Plus: mehr Mitglieder, mehr Übernachtungen in den Hütten, mehr Touren und ein unfallfreies Jahr.

Seit dreissig Jahren als Coach für die SAC-Jugend Interlaken im Einsatz: Monika Schoch.

Seit dreissig Jahren als Coach für die SAC-Jugend Interlaken im Einsatz: Monika Schoch.

(Bild: Peter Wenger)

«Hurra, wir sind über dem Berg, aber noch weit oben. Doch das Ziel bei jeder Bergtour ist, heil und glücklich unten anzukommen», begrüsst Patrick Gächter, Präsident der Schweizer-Alpen-Club(SAC)-Sektion Interlaken, am Samstag die 146. Hauptversammlung im Kirchgemeindehaus Matten.

Gemeinsam mit seinem Vorstand kann er auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Die Anzahl Mitglieder ist mit 131 Neueintritten auf 1236 geklettert. Ein Höchststand seit zehn Jahren. Was besonders erfreulich ist, über 40 Prozent ­davon sind bergbegeisterte Frauen.

Einen entscheidenden Teil zum Erfolg trägt die Förderung der Jugend bei. Seit dreissig Jahren werden junge Menschen von Monika Schoch betreut und gefördert. Als J+S-Coach (Jugend und Sport) begleitet sie, unterstützt von ihren Tourenchefs, die anspruchsvolle Ausbildung der jungen Alpinisten. Für viele Jugendliche werden die jährlichen Kletterlager in Italien oder Frankreich zum unvergesslichen Erlebnis.

Unfallfreies Tourenjahr

Das anspruchsvolle Tourenprogramm mit rund 70 Anlässen und Tourenwochen benützten über 330 Alpinisten, um gemeinsam ein hochgestecktes Ziel zu erreichen. Alle kehrten unfallfrei und glücklich von der Tour zurück.

Etwas gemütlicher unterwegs waren bei den wöchentlichen Donnerstagswanderungen die Jeudisten. «Der Begriff Senioren klingt furchtbar alt und passt so gar nicht zu unserer fitten Gruppe», findet Beatrice Jost, langjährige Organisatorin und Leiterin. An den 56 Anlässen durfte sie 423 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen.

Rettungsstation Interlaken

Als Teil der Alpinen Rettung Schweiz nimmt die SAC-Sektion Interlaken die Rettung in den Gemeinden rund um das Bödeli wahr. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich von Beatenberg und Habkern im Norden bis Gündlischwand im Süden, von Oberried und Iseltwald im Osten und Leissigen im Westen. Rund um die Uhr stehen stets zwei der acht Einsatzleiter in Bereitschaft. Sie können im Ernstfall auf über vierzig Retter und Retterinnen sowie Spezialisten – Helikopter, Medizin, Bergführer – zählen.

«Im vergangenen Jahr wurden bei 15 Einsätzen siebzehn Personen und zwei Hunde gerettet. Hilfe benötigten vor allem zehn Wanderer in unwegsamem Gelände und vier Gleitschirmpiloten, die aus Baumwipfeln befreit werden konnten. Bei all diesen Aktionen standen 44 ehrenamtliche Retter im Einsatz und leisteten gemeinsam 265 Einsatzstunden», ist Ralph Jörg als ­Rettungschef stolz auf die engagierten Retter.

Heisser Hüttensommer

Die SAC-Sektion Interlaken verfügt insgesamt über vier Hütten: die Guggihütte am Fuss der Jungfrau, die Rottalhütte, die Winteröschhütte und die Bohlhütte im Habkerntal. Mit Ausnahme der Bohlhütte – sie steht kurz vor Verkaufsabschluss und wird nicht mehr vermietet – nahmen die Übernachtungen zum Teil stark zu. «Dem Verein geht es gut. Die Mehreinnahmen bei den Hütten und grosszügige Schenkungen führten zu einem positiven Jahresabschluss», freut sich Kassier Thomas Aebischer.

Berner Oberländer

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