Zu Besuch beim Samichlous

Matten

Seit drei Jahren besucht der Samichlous vom Rugenwald die Kinder nicht mehr bei ihnen zu Hause, sondern lädt sie zu sich in seine Waldhütte ein. Am Mittwochabend war es wieder so weit.

Samichlous und Schmutzli empfangen im Inneren ihrer Waldhütte im Rugenwald die Kinder. Am Mittwoch war ein harter Arbeitstag für die beiden: Rund 50 Kinder kamen zu Besuch.

Samichlous und Schmutzli empfangen im Inneren ihrer Waldhütte im Rugenwald die Kinder. Am Mittwoch war ein harter Arbeitstag für die beiden: Rund 50 Kinder kamen zu Besuch.

(Bild: Bruno Petroni)

Bruno Petroni

Chlousetag – das heisst über sechs Stunden intensives Arbeiten für den Samichlous: Mittwoch ab 15 Uhr nachmittags empfing der Mann mit der väterlich tiefen Stimme, dem langen weissen Bart und dem dicken rot-weissen Mantel rund 50 Kinder im Vorschul- und Unterstufenalter – und zwar im mit Kerzen und Laternen erleuchteten Inneren seiner Waldhütte.

Eines nach dem andern, ohne Gejufel und in aller Ruhe. Traditionsgemäss assistiert vom Schmutzli, ging der Samichlous auf jedes Kind ein, rügte es für begangene Streiche und Unterlassungen, lobte und motivierte es aber auch reichlich. «Früher zogen wir jeweils noch mit Sack und Zugwagen durch die Strassen. Jetzt im zunehmenden Alter bin ich froh, wenn die Kinder zu mir in den Wald kommen», nahm sich der Samichlous zwischendurch auch Zeit für ein kurzes Gespräch mit dieser Zeitung.

Mit «Chlousemanagerin»

Und für die Erwachsenen: Beim Samichlous handelt es sich um Walter Rossel, begleitet von Fritz Stalder alias Schmutzli, beide aus Unterseen. Die beiden haben sogar eine eigene «Chlouse­managerin»: Rossels Ehefrau Ursula «Schumi» Rossel zeichnet verantwortlich für die Koordination und Reihenfolge der Auftritte aller Kinder vor dem Samichlous.

Die Organisation des Chlouse­abe umfasst inzwischen neun Personen, so unter anderem auch die für Speis und Trank zuständigen René Risser und Ernst Stalder. «Werbung für unseren Anlass brauchen wir keine zu machen – die Mundpropaganda läuft da wie geschmiert», sagt Letzterer.

«Dem Chlouse-OK ist es ein Anliegen, der Gemeinde Matten und den Forstzuständigen in Unterseen zu danken. Sie stellen uns den Brätelplatz und die Waldhütte unentgeltlich zur Verfügung, bereiten uns sogar Tannenzweige vor und erstellen aus Baumstammscheiben sogar einfache Festtische», so Stalder.

Berner Oberländer

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