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Zum Schutz der Flachmoore

Die Abteilung Natur­förderung beabsichtigt die Schliessung alter Entwässerungsgräben im Moorgebiet Haslerheuberg. Zurzeit liegt bei der Bauverwaltung ein ­Regenerationsprojekt aus dem zuständigen Amt für Landwirtschaft und Natur auf.

Auch bei Murmeltieren beliebt: Ein Kraterseeli im südlichen Moorgebiet.
Auch bei Murmeltieren beliebt: Ein Kraterseeli im südlichen Moorgebiet.
Fritz Leuzinger

Die Moorlandschaft Haslerberg/Betelberg an der Lenk ist seit 1996 inventarisiert; sie ist von nationaler Bedeutung. Auch die dazugehörenden Flachmoore sind im nationalen Inventar.

Nach den Moorschutzbestimmungen des Bundes ist es Aufgabe der Kantone, in gestörten Moorbereichen die Regeneration zu fördern und gebietsweise den Wasserhaushalt zu verbessern. Im Kanton Bern zuständig ist die Abteilung Naturförderung im Amt für Landwirtschaft und Natur.

Im Gebiet Grydemeder am Haslerheuberg werden zwei Teilflächen von Flachmooren durch Entwässerungsgräben und -rinnen aus früheren Zeiten beeinträchtigt. Die Hochmoorvegetation ist bedroht und teils schon verschwunden.

Pläne liegen bis 6. Juni auf

Der Projektbeschrieb, der durch die Abteilung Naturförderung noch bis zum 6. Juni bei der Bauverwaltung Lenk aufliegt, sieht durch bauliche Regenerationsmassnahmen eine Verbesserung des Gebietswasserhaushalts vor. Das Wasser soll zurückgehalten und in den noch vorhandenen Torfkörper abgeleitet werden.

Weiter sollen die Massnahmen die moortypischen Vegetationsgesellschaften fördern und ein Wiederbeleben des Torfwachstums anstreben. Wie dem Projektbeschrieb zu entnehmen ist, handelt es sich bei allen Massnahmen um punktuelle und kleine Eingriffe. Die landwirtschaftlich genutzten Teile des Flachmoores sollen auch weiterhin genutzt werden können.

Die bestehenden Entwässerungsgräben und -rinnen sollen mittels Holzspundwänden verschlossen und mit Torf aufgefüllt werden. Zum Auffüllen sind 30 bis 40 Kubikmeter Torf notwendig. Die projektierte Verbesserung des Wasserhaushaltes der beiden betroffenen Flachmoore dürfte in der trockenen Jahreszeit, im frühen Herbst, erfolgen – dies aus Rücksicht und mit ­geringstem Einfluss der Bau­maschinen auf die Vegetationsdecke.

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