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Zweiter Anlauf für Schulhausverkauf

Die Gemeindeversammlung von Oberried genehmigte am Donnerstag eine einmalig gute Gemeinderechnung und beauftragte den Gemeinderat noch einmal damit, das Alte Schulhaus Ebligen zu ver­kaufen.

Sibylle Hunziker
Besser als budgetiert: Die Gemeinde Oberried schloss das Jahr 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 128'330 Franken ab.
Besser als budgetiert: Die Gemeinde Oberried schloss das Jahr 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 128'330 Franken ab.
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Mit einem Ertragsüberschuss von 128'330 Franken schloss der Gesamthaushalt der Gemischten Gemeinde Oberried fast 270'000 Franken besser ab als budgetiert. «Dieses Ergebnis ist sehr erfreulich», sagte Gemeinderat André Müllener. «Aber es wird wohl schwierig, das zu wiederholen.»

Periodengerecht abrechnen

Verantwortlich für das gute Resultat sind neben dauerhaften Sparerfolgen und einem Minderaufwand für Investitionen vor ­allem zwei ausserordentliche Erträge: 256'980 Franken betrug die Mehrwertabschöpfung für das Areal Moos – den früheren Standort der Feuerwerkfabrik Hamberger, auf dem neu ein Ferienresort entsteht; und 125'000 Ertrag flossen der Gemeinde aus einem Vermächtnis zu. Damit wies der allgemeine Haushalt 2016 einen Ertragsüberschuss von 205'638 Franken aus – und das trotz 228'000 Franken Mehraufwand im Bereich Sozialhilfe.

Dieser Mehraufwand entstand, weil die Gemeinde für zwei Jahre auf einmal in den Lastenverteiler für Sozialhilfe einzahlte und damit ihre Rechnung, die in diesem Bereich wie früher üblich immer ein Jahr «hinterherhinkte», auf die übersichtlichere periodengerechte Abrechnung umstellte. «Die periodengerechte Abgrenzung ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, war uns aber dank unserem guten Ergebnis nun möglich», erklärte Finanzverwalter Hans von Bergen. Die 22 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung einstimmig. Diskussionslos hiess die Versammlung weiter das Mehrwertabgabenreglement gut und sprach einen Kredit von 55 000 Franken für Belagsarbeiten an der Derflistrasse.

Altes Schulhaus zum Zweiten

Mit 19 Ja bei drei Enthaltungen wurde der Gemeinderat noch einmal beauftragt, das «Alte Schulhaus» in Ebligen zu ver­kaufen – diesmal einschliesslich Untergeschoss und Umschwung, die nicht mehr von Swisscom und Feuerwehr gebraucht werden. Angestrebt wird ein Preis von 110'000 Franken. In der Diskussion hatte ein Bürger angeregt, für den Parkplatz wesentlich mehr als die vom Gemeinderat eingesetzten 5000 Franken zu verlangen und das Haus mit der Abschaltung der Wasserturbine für Ruhe suchende Interessenten attraktiver zu machen.

Gemeindepräsident Andreas Oberli wies aber darauf hin, dass der Parkplatz wegen eines Zufahrtsrechts der Nachbarn nicht so gross ist, wie er scheint; und auf die Stromproduktion mit der einwandfrei funktionierenden Turbine, die der Gemeinde jährlich 3000 Franken einbringe, wolle der Gemeinderat nicht verzichten. Für den tiefen Verkaufswert seien vielmehr die vielen Schäden am Innenausbau verantwortlich, die der letzte Mieter durch eigenmächtige und unsachgemässe Umbauversuche hinterlassen habe. Der Gemeinderat habe aber eine Lehre aus dieser Erfahrung gezogen und werde künftig darauf achten, dass Mieter versichert seien.

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