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Ohren zu und Feuer frei

thunDer Thuner Ausschiesset ist eröffnet – und Fabian hat die Feuerprobe bestanden: Er ist am Umzug gestern erstmals als Tambour mit Trommel marschiert. Heute erhofft er sich den Begrüssungsschlag vom Fulehung.

Kurz vor zwölf Uhr mittags sind in den Strassen der Thuner Altstadt bereits eine Menge Kadettinnen und Kadetten und andere Uniformierte zu sehen. Fabian sitzt vor dem Rathaus im Schatten und wartet darauf, seine Trommel abzuholen. Er ist bereit für seinen ersten offiziellen Einsatz als Tambour im Eröffnungsumzug: «Wir besammeln uns gleich drüben im Selve-Areal. Wenn es nach dem Böllerschuss um halb eins Uhr losgeht, marschieren wir durchs Bälliz, danach durch die Hauptgasse und wieder zurück auf den Rathausplatz», erklärt er. Dabei schweift sein Blick über die versammelten Kollegen, die gerade «Schlegle, Schlegle» rufen. Er wirkt gelassener als die anderen, bei denen eine gewisse Anspannung zu bemerken ist. Doppelt geschossen Bald darauf, die Trommel umgehängt, reiht er sich in die Zweierreihe der Tambouren ein und begibt sich an die Scheibenstrasse. Um Viertel nach zwölf Uhr haben sich die Kompanien der Kadettinnen und Kadetten einigermassen ausgerichtet und warten auf den Beginn des Umzugs. Die Kanone für den Eröffnungsschuss ist auch schon samt Mannschaft angekommen. Das Korps kann nicht sehen, was mit der Kanone auf der Allmendbrücke angestellt wird, doch der Donner kurz vor halb zwei Uhr kann nicht falsch gedeutet werden. Der Ausschiesset hat begonnen. Auch bei Fabian stiehlt sich jetzt zeitweise ein erwartungsvolles Grinsen ins Gesicht. Nachdem der zweite Kanonenschuss zum 25-jährigen Jubiläum verhallt ist, beginnt der Umzug. Mit einem Ausdruck der Konzentration und einem guten Auge für die Formation marschiert Fabian durch das Bälliz, durch die Obere Hauptgasse und am Grabengut vorbei. Weiter volles Programm Mit ihm liefen auch das Blasorchester Unteres Simmental, die Cliffhangers sowie die Musikgesellschaft Allmendingen und der Musikverein Thun, die die Schützengesellschaften begleiteten. Nachdem sich «die Blauen» alle zum Abschluss des Umzugs auf dem Rathausplatz in Formation präsentiert hatten, konnte Fabian mit den Jüngeren zusammen abtreten. Das Konzert auf der Bühne berührte ihn nur am Rande. Nach dem Umzug meinte er: «Besonders gefreut hat mich, dass so viele Leute Spalier standen und begeistert mitklatschten. Sonst habe ich mich einfach auf die Trommel und das Marschieren konzentriert.» Für Fabian stehen noch weitere Höhepunkte bevor: Der Zapfenstreich am Abend und der Fulehung von heute. «Ich kann es kaum erwarten», sagt er und verabschiedet sich.Markus Kestenholz>

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