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Papst fordert Solidarität mit Christen weltweit

weihnachtenChristen in aller Welt haben – Terror und Krieg trotzend – das Fest des Friedens gefeiert. Papst

Politiker aller Staaten müssten «tätige Solidarität» mit Christen, insbesondere im Irak und «im ganzen Nahen Osten», zeigen, sagte Benedikt XVI. am Samstag im Vatikan, wo er den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» («der Stadt Rom und dem Erdkreis») erteilte. Vor zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom verlangte er die «volle Achtung der Religionsfreiheit» aller Gläubigen. Das 83-jährige Oberhaupt der Katholiken verurteilte die Diskriminierung und Verfolgung von Christen in vielen Ländern. Der Pontifex ging auf die Krisenherde unter anderem im Nahen Osten, in Afrika sowie Afghanistan und Pakistan ein. Er machte den Menschen weltweit auch Hoffnung: «Die Nachricht von Weihnachten ist Licht auch für die Völker, für den gemeinsamen Weg der Menschheit.» Grüsse in 65 Sprachen Benedikt verlas Weihnachtsgrüsse in 65 Sprachen. Auf Deutsch sagte er: «Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!» Am Heiligen Abend hatte der Papst mit tausenden Gläubigen den Mitternachtsgottesdienst im Petersdom gefeiert. Gestern setzte er sein dicht gedrängtes Weihnachtsprogramm fort. «Mit Trauer» habe er die Nachrichten von den Anschlägen auf Kirchen in Nigeria und auf den Philippinen vernommen, sagte er während des traditionellen Angelus-Gebets: «Die Welt wird erneut von Gewalt heimgesucht, insbesondere gegen die Anhänger Christi.» Gewalt in Nigeria Im Norden Nigerias wurden an Heiligabend sechs Menschen bei Angriffen auf drei Kirchen getötet. Die Armee vermutete eine islamistische Sekte hinter den Gewalttaten. In der Stadt Jos im Zentrum des Landes, wo es starke Spannungen zwischen Christen und Muslimen gibt, kamen 32 Menschen bei sieben Explosionen ums Leben. Gestern starb dort nach Angaben der Polizei mindestens ein Mensch bei Ausschreitungen. Auf der philippinischen Insel Jolo explodierte während einer christlichen Weihnachtsmesse eine Bombe. Sechs Menschen wurden leicht verletzt. Die Armee sah die radikal-islamische Gruppierung Abu Sayyaf hinter dem Anschlag. Der lateinische Patriarch Fouad Twal rief während der Mitternachtsmesse in der Jesu-Geburtskirche in Bethlehem zum Gebet für den Frieden im Nahen Osten auf. Die Basilika steht an der Stelle, wo Jesus nach christlicher Überlieferung geboren wurde. Der ranghöchste Repräsentant des Vatikans im Heiligen Land betete in Anwesenheit des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Bedrohung im Irak Im Irak feierten die Christen angesichts terroristischer Bedrohungen das Weihnachtsfest ohne grosse Zeremonien. Statt Gottesdiensten gab es in den Kirchen meistens nur kurze Gebete. sda>

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