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«Pferdemist für Rosenstöcke»

Zu diversen Beiträgen über Pferdemist auf öffentlichen Strassen und Plätzen Ich kehre von St Raphaël-Valescure in Frankreich nach Bern zurück. Spätabends in den Lauben zerknittertes, fettiges Papier, zerfledderte, abgerissene Abendzeitungen, vor einem Bankeingang Erbrochenes. In Südfrankreich traf ich saubereStrassen, saubere Hafenpromenaden an. Auch in Marseille. Zwei Tage später in derselben Laube. Das Erbrochene liegt immer noch da. Nicht, dass ich ein Kontrollfreak wäre, aber ich kaufe im Laden, der sich in dieser Laube befindet, ein. Zigarettenstummel, zerknüllte Taschentücher, zerdrückte Styroporbecher, Plastikessgeschirr und festklebende Kaugummis zieren den Boden. Stadtweit. Schmierereien an Wänden zeugen von respektlosen Sprayern. Täglich lese ich in der Presse nun vom Pferdeäpfel-Hickhack. Eine nicht repräsentative Umfrage liegt sogar vor. Du meine Güte! Meine Grossmutter sammelte Rossbollen. Sie hatte die schönsten Rosenstöcke im Quartier. Ich erinnere mich an den Milchmann und sein altes Pferd. Ich durfte es kraulen und ihm ab und zu ein Stück Zucker füttern. «Berne est une belle ville», sagt mein französischer Freund. «Oui, mais mal habitée», erwidere ich. Suzanne GigonBern«Aus dem Herzen gesprochen» Lieber Herr Dällenbach. Mit Ihrem Leserbrief «Taxe einführen» sprechen Sie mir aus dem Herzen. Wie sich viele Reiter und Reiterinnen im Frienisbergwald gegenüber der Natur und gegenüber Spaziergängern benehmen, darf nicht länger akzeptiert werden. Ich, selber Reiter, habe gelernt, dass mit Pferden nur massive Waldwege beritten werden dürfen. Heute wird jedoch quer durch den Wald geritten, und dabei werden Jungpflanzen vernichtet und schöne Waldwege unbegehbar gemacht. Selbst vor Grasmatten an Waldrändern wird nicht Halt gemacht, die tiefen Hufspuren zeugen davon. Weiter erscheinen Reiter in Begleitung von unangeleinten Hunden. Mir wird zurzeit geradeim obligatorischen Einführungskurs für Hundehalter dringendst in Erinnerung gerufen, dass Hunde bei der Begegnung mit anderen Spaziergängern oder Radfahrern unter Kontrolle des Hundehalters gehören. Anleinen oder Zu-sich-Rufen von Hunden durch Reiter – gleich Fehlanzeige. Leider ist das Problem nur mit der Einführung einer Taxe für Pferde noch nicht gelöst. Warum nicht zusätzlich einen obligatorischen Kurs durch konzessionierte Kursleiter für Reiter und Reiterinnen einführen. Wie bei den Hundehaltern. Schade, dass der schöne Reitsport durch eine Minderheit von rücksichtslosen und unbelehrbaren Reiterinnen und Reiter in Verruf gebracht wird. Erwin MugglinWahlendorf«Auch im Wald ist Ordnung nötig» Was viele nicht wissen: In verschiedenen Regionen rund um Bern gibt es Organisationen, sogenannte Reiterinteressengruppen. Sie sind bestrebt, zusammen mit den Gemeinden Waldwege instand zu halten. Die Reiter leisten einen Jahresbeitrag, welcher unter anderem auch für die Finanzierung der Waldwege eingesetzt wird. Ich bin selber Freizeitreiterin, Hundehalterin und auch Waldbesitzerin. Zudem bin ich mir bewusst, dass alle, welche den Wald als Erholungs-, Sport- und Freizeitort nutzen, auch eine gewisse Ordnung haben möchten. Leider erfahre ich oftmals Negatives; nicht von den Reitern. Mir ist der Wald ein heiliger Ort. Tragen wir Sorge dazu. Marie-Therese SchneiderKirchlindach>

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