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Plattform-Projekt überarbeitet

StockhornIm Bau-

Am 19.August 2010 stellte die Stockhornbahn AG ein Baugesuch für eine ringförmige Aussichtsplattform von 13 Metern Durchmesser. Über diesen – auch Piercing genannten – Stahlsteg hätten Besucher aussen an der Nordwand des Stockhorns von einem «Auge» zum anderen gehen können. Dagegen sind Einsprachen von vier Organisationen hängig: von Mountain Wilderness, vom Schweizerischen Alpenclub, von Pro Natura und der Stiftung Landschaft Schweiz. Die Bauherrschaft hat im Hinblick auf die Einspracheverhandlungen vom 27.Januar 2011 freiwillig eine Begutachtung durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) beantragt. Im Gutachten vom 5.Juli 2011 erwägt die ENHK, dass bauliche Eingriffe im alpinen Raum grundsätzlich heikel seien. Die geplante Plattform sei zwar von Oberstocken aus kaum zu sehen, sie wäre jedoch aus dem Gebiet Walalpgrat-Baachegg als technischer Fremdkörper sichtbar. Deshalb würde das Projekt die Landschaft beeinträchtigen. Einer kleineren Plattform könnte die ENHK voraussichtlich zustimmen. Die Stockhornbahn AG hat aufgrund dieses Gutachtens eine Projektänderung eingereicht. «Die Plattform soll neu frei tragend als balkonartige Aussichtsplattform vor dem westlichen Fenster eingebaut werden», teilt der zuständige Regierungsstatthalter Marc Fritschi mit. Und weiter: «Die ENHK kam bei der erneuten Beurteilung zum Schluss, dass die Landschaft am Stockhorn so nur noch leicht beeinträchtigt werde und das Projekt bewilligungsfähig sei.» Die Einsprecher erhalten Gelegenheit, sich zum zweiten Gutachten der ENHK zu äussern. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung wird dann die Interessenabwägung für das Bauen ausserhalb der Bauzone vornehmen. Am Stockhorn (2190 Meter über Meer) ist der Winterbetrieb angelaufen. Er dauert bis am 4.März, gefahren wird von Mittwoch bis Sonntag. Peter Rothacher >

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