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Reaktionen zum Schläger von Schüpfen

Auf unserer Onlineplattform Bernerzeitung.ch wird die Prügelattacke von Igor L. auf einen Schüpfener Wirt diskutiert. Viele fragen sich, weshalb die beiden Schläger nicht eingesperrt werden. Nachfolgend eine Auswahl: Andreas R. Schulthess: Warum nutzen die zuständigen Behörden nicht endlich ihren Ermessensspielraum, statt sich mit fadenscheinigen Argumenten ihrer Verantwortung zu entziehen? Äusserst bedenklich! Herbert Müller: Igor L. ist als Schläger bekannt, im Dorf und bei der Polizei. Was braucht es denn, damit die «Ausführungsgefahr» gegeben ist? José Bütler: Was haben wir für ein Rechtssystem, wenn es keine Möglichkeit gibt, Igor l. und Amir Z. trotz wiederholten Straftaten aus dem Verkehr zu ziehen? Wendet man die vorhandenen Gesetze korrekt an? Simon Gerber: Wir haben ein Rechtssystem, das wir uns selber geschaffen haben. Werden Gesetzesrevisionen vorgelegt, die ein hartes Eingreifen erlauben, kommen Liberaldenkende und verhindern die Umsetzung. Einmal mehr ein Beispiel, dass Straftaten unterschiedlich beurteilt werden. Ella Müller: Die Tat ist ganz klar unentschuldbar, aber der Wirt ging vorgängig anscheinend auch nicht gerade freundlich um mit seinen Gästen. Ich habe noch nie gehört, dass ein Wirt seine Gäste am Kragen packt. Mark Keller: Ist nun das Opfer selber schuld? Was soll ein Wirt machen, wenn seiner Anordnung, auszutrinken und das Lokal zu verlassen, nicht Folge geleistet wird? Wenn stattdessen randaliert wird? Wegsehen? So, wie anscheinend die anderen anwesenden Gäste weggesehen haben. Wir sind zu Wegsehern verkommen. Das ist das Problem. Roland Peter: Mich beschäftigt die Frage nach der Verhältnismässigkeit immer mehr. Wenn zum Beispiel jemand einen Passanten auf dem Fussgängerstreifen den Vortritt nimmt, wird er hart bestraft. Irgendwie ist das seltsam. Wenn es um Geld geht, kennt die Justiz kein Pardon. Wenn aber Menschen terrorisiert und geschlagen werden, ist die Justiz fahrlässig. Marie von Roth: Langsam wirken die Presseberichte lächerlich. Ein weinerlicher Gemeindepräsident einer «hilflosen Gemeinde» ist nun wirklich ein Armutszeugnis. Der 17-jährige Amir Z. ist noch nicht volljährig. Es gälte, seine Eltern zur Verantwortung zu ziehen oder die Vormundschaftsbehörde einzuschalten. Eine Gemeinde, die sich von Pubertierenden terrorisieren lässt, hat das wohl verdient. >

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