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Stefan Lehmann tritt Mitte 2020 zurück

Die Gemeinde Gerzensee muss das Gemeindepräsidium neu besetzen.

Stefan Lehmann
Stefan Lehmann
zvg

Seit 21 Jahren sitzt Stefan Lehmann im Gemeinderat von Gerzensee. Seit 11 Jahren ist er Gemeindepräsident. Nun kommen noch ein halbes Jahr und ein paar Tage dazu – dann ist Schluss. Lehmann tritt Mitte 2020 zurück. «Es wurde für mich immer schwieriger, alles unter einen Hut zu bringen», sagt der 45-Jährige.

Mit dem vorzeitigen Rücktritt mitten in der Legislatur macht er es seinem Vorgänger Ueli Augsburger gleich. «Ich denke, dass dieses Vorgehen weniger Unruhe in den Rat bringt.» Nun haben die Parteien Zeit, Kandidierende zu finden. Die Wahlen sind für den 17. Mai vorgesehen.

Während Lehmanns Amtszeit wuchs Gerzensee um 200 Einwohner oder 20 Prozent. Dementsprechend habe ihn als Präsident die Bautätigkeit in derGemeinde beschäftigt. Ein Highlight war der Kunstrasen, der für die Vereine punkto Trainingsmöglichkeiten einen Quantensprung dargestellt habe.

In Er­innerung bleibt ihm auch der Erhalt der über 2000 Jahre alten Menander-Statue, die auf dem Friedhof entdeckt wurde und heute zur archäologischen Sammlung der Uni Zürich gehört. «Es handelt sich um ein einmaliges Kulturgut, das auch künftigen Generationen erhalten bleibt.»

Während Jahren haben ihn auch die Fusionspläne mit vier umliegenden Gemeinden beschäftigt. Das Projekt scheiterte 2014 einzig am Nein aus Gerzensee. Der Gemeinderat hatte sich zwar für Abklärungen ausgesprochen, vor der Abstimmung aber Stimmfreigabe beschlossen. «Heute würde das Resultat gleich ausfallen», sagt Lehmann, es habe sich sicher nicht negativ auf die Gemeinde ausgewirkt.

Zweimal kandidierte Lehmann für den Grossen Rat. Ob er auch später noch politisch aktiv sein wird, sei offen. Als SP-Mann vom Land seien die Voraus­setzungen nicht besonders gut, scherzt er.

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