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Reichenbachtal soll ins Bundesinventar

Unter Schutz stellen Die Gegner des gepalnten Wasserkraftwerks Schattenhalb4 machen darauf aufmerksam, im Oberhasli gelte seit dem Ausbau der touristischen Anlagen auf dem Hasliberg ein ungeschriebenes Gesetz: Das Reichenbachtal wird nicht angetastet und bleibt in seiner urzeitlichen Form erhalten. Erst vor wenigen Jahren hat das Jagdinspektorat das Gesuch für die Schlittelpiste inklusive winterliche Fahrten mit dem Postauto auf die Grosse Scheidegg bewilligt. Die Parteien, die sich zu einer Einsprache gegen das neue Wasserkraftwerk Schattenhalb4 zusammengeschlossen haben, sind der Meinung, dass die ungeschriebene Vereinbarung den langfristigen Schutz des Reichenbachtales vor technischen Eingriffen nicht mehr gewährleisten. Sie beantragen nun eine Unterschutzstellung der Landschaft zwischen Grosser Scheidegg und dem Talboden des Aaretals mit Einschluss des Reichenbachfalles. Mit einer Aufnahme des Reichenbachtales in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) wäre dieses vor Zugriffen geschützt; als Minimallösung wäre für die Einsprecher auch die Schaffung eines Landschaftsschutzgebietes nach kantonalem Recht eine Möglichkeit. Alpgenossenschaften wehren sich aber gegen dieses Ansinnen: «Wir sind punkto Unterschutzstallung gebrannte Kinder», sagt Arnold Glatthard, Landwirt in Willigen und Vorstandsmitglied der Alpgenossenschaft Kaltenbrunnen. «Mit der Unterschutzstellung des Kaltenbrunnen-Hochmoores haben wir uns auf die Aussagen der Ämter verlassen und kämpfen heute mit massiven Einschränkungen, welche die Alpwirtschaft betreffen. Wir betreiben unsere Alpen nachhaltig und wollen keine zusätzlichen behördlichen Hürden.» Auch die Alpgenossenschaften Schwarzwaldalp, Breitenboden, Gross- und Klein-Reichenbach, Alp Rosenlaui und Seilialp haben Bedenken und fürchten, dass die Alpwirtschaften Auflagen erhalten, die sie im Betrieb einschränken. jor>

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