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Renitenter Portugiese wegen Gewalt verurteilt

Die Polizei nahm einen jungen Mann zur Kontrolle auf die Wache mit, weil er sich weigerte, seinen Ausweis zu zeigen.

Es war die Nacht auf den 31.Januar 2010: Gegen 2.30 Uhr kam es in einem Imbisslokal in der Unteren Hauptgasse in Thun zu einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Portugiesen, seiner Familie und Bekannten. Die Sicherheitsangestellten des Lokals waren dabei, Feierabend zu machen, und stellten die Gäste auf die Strasse. Dabei fiel der junge Mann hin. Kurz: Die Stimmung war angeheizt. «Wir wurden von den Kollegen zur Verstärkung gerufen. Als wir ankamen, waren 30 bis 40 Leute auf der Strasse», berichtete gestern ein Polizist, der als Zeuge vor dem Thuner Einzelrichter aussagte. Weshalb die Situation auf der Gasse eskaliert war, konnte er ebenso wenig sagen wie sein Kollege, der ebenfalls vorgeladen war. «Wir wurden angewiesen, die Personalien eines Mannes aufzunehmen», erklärte der erste Polizist. Doch dieser Mann weigerte sich, den Ausweis zu zeigen. Zu Boden gedrückt Doch es blieb nicht bei der Weigerung, den Ausweis zu zeigen. Der Mann wollte auch seinen Namen nicht nennen. Und: «Er hatte seine Hände die ganze Zeit hinter seinem Rücken», sagte der erste Polizist. «Ich forderte ihn auf, die Hände vor den Körper zu nehmen, damit ich sehen konnte, was er macht.» Weil der Mann auch das nicht tat, wollten die Polizisten die Hände des Mannes vor seinen Körper bringen. Weil er sich dagegen heftig zur Wehr setzte, drückten ihn die Polizisten schliesslich zu Boden, um ihm Handschellen anzulegen und ihn danach auf die Wache zu führen. «Er wehrte sich massiv», sagte der erste Polizist vor Gericht aus. Unschuld beteuert Gerichtspräsident Peter Moser schenkte diesen Schilderungen gestern weitgehend Glauben, auch wenn der Angeschuldigte sowie seine Schwester und die Mutter, die ebenfalls als Zeuginnen vorgeladen waren, seine Unschuld beteuerten. Moser verurteilte den Mann wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden, unanständigen Benehmens und Nachtruhestörung, Namensverweigerung, Nichtvorweisens des Ausländerausweises und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Busse von 600 Franken sowie einer Strafe von 15 Tagessätzen à 100 Franken. Marco Zysset>

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