Zum Hauptinhalt springen

Renovation des Spiezerli ist auf Kurs

SchifffahrtGehts nach dem Willen der Retter, beginnt die Renovation des ältesten Schiffes auf dem Thunersee im kommenden Frühjahr. Für die ersten Sanierungsphasen des Spiezerli sind die nötigen Mittel zusammen. Doch bis

Zufall oder Absicht? Ausgerechnet auf dem neusten Schiff der Thunerseeflotte, auf der 2002 gebauten Schilthorn, unterzeichneten gestern Gerhard Schmid für die Dampferfreunde, Urs Hauenstein und Matthias Zellweger für die IG Spiezerli und Hans Meiner für die BLS Schifffahrt Berner Oberland die Vereinbarung zur Renovation des ältesten Schraubendampfers der Schweiz, der zugleich als ältestes Schiff auf dem Thunersee gilt. Von den errechneten Wiederinstandstellungskosten von 2,5 Millionen Franken für die 1901 in Betrieb genommene und mehrmals umgebaute Spiez liegt auf dem Spendenkonto «Freunde der Dampfschifffahrt» eine «gute Million». Damit das Geld nicht nutzlos daliegt, soll die konkrete Planung der Sanierung noch dieses Jahr eingeleitet werden. Die zusätzlich vorhandenen Mittel stimmen die Verantwortlichen zuversichtlich, mit der Phase 2, mit den Arbeiten an Schiffsrumpf und -technik, 2012 beginnen zu können. Sammlung läuft weiter Bis zu deren Abschluss und der anschliessenden Renovation der Aufbauten, der Inneneinrichtungen und der Gastronomieinfrastruktur läuft die Sammlung weiter. «Wir dürfen mit unsern Anstrengungen nicht nachlassen, um das Projektziel ‹Wiederinbetriebnahme MS Spiezerli Ende Mai 2014› zu erreichen», sagte Gerhard Schmid nach der Unterzeichnung. Urs Hauenstein verwies auf die morgige Sammelaktion beim Restaurant Krone auf dem Thuner Rathausplatz, wo aus Anlass des Sonntagsverkaufes ab 13 Uhr eine Jazzband und Glühwein eine Stunde lang für Wärme und Leidenschaft sorgen. Matthias Zellweger, für seine philosophischen Aussagen bekannt, meinte: «Wenn der Wind der Veränderungen weht, gilt es gestandene Werte zu schützen.» Hans Meiner, langjähriger Leiter der Vierwaldstättersee-Schifffahrt und neuer Leiter der Schifffahrt auf den Berner Oberländer Seen, erinnerte sich gestern an die Zeit, als im Spiezerli noch eine Dampfmaschine für den Antrieb gesorgt hatte. Zuversichtlich äusserte er sich zur Zukunft des ehemaligen Schraubendampfers: «Die BLS freut sich, das Schiff in zwei bis drei Jahren wieder in die Flotte aufnehmen und betreiben zu dürfen – für Extra- und zeitweise für Kursfahrten.» Die BLS als Eigentümerin des Schiffes kann die Renovation zwar nicht aus eigenen Mitteln finanzieren, übernimmt aber die Leitung und stellt Werft und Fachwissen zur Verfügung. Basteln verboten! Da wird also nichts gebastelt oder wie sich Ruedi Storchenegger, Leiter Projekte Technik, ausdrückte: «Bei uns müssen alle Schiffe nach Vorgaben des Bundesamtes für Verkehr ausgerüstet sein.» Deshalb war das Schiff im Jahr 2008 stillgelegt worden. Die Hoffnung, es erhalten zu können, wurde nicht zuletzt durch die erfolgreiche Auswasserung im vergangenen Juli genährt, bei welcher sich die Schäden am Rumpf kleiner erwiesen als befürchtet (wir haben berichtet). Guido Lauperwww.spiezerli.ch >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch