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Risikospieler und Rüthemann

Der SC Bern hat ein starkes Biel erst in der Verlängerung bezwingen können (3:2). Die Berner erzielten sämtliche Tore in Überzahl, wobei Stürmer Ivo Rüthemann (zwei Treffer) und

Ab und auf, ab und auf, ab und auf und auf. Der bisherige Saisontanz des Meisters hat am Samstag eine Variation erfahren: Erstmals konnte der SC Bern in dieser Spielzeit zwei Erfolge aneinanderreihen. Dem 4:2-Sieg vom Freitag in Genf liessen die Berner am Samstag ein 3:2 nach Verlängerung gegen Biel folgen. Ivo Rüthemann sicherte dem SCB, bei dem der 19-jährige Verteidiger Manuel Schaad in der höchsten Liga debütierte, in der 62.Minute mit seinem zweiten Tor des Abends den Sieg. Profiteur Seydoux Die Punkteteilung nach regulärer Spielzeit war durchaus dem Geschehen entsprechend: Die Bieler, welche in der Vergangenheit bei Gastspielen in Bern zuweilen nach dem Laissez-faire-Prinzip verteidigt hatten, agierten diesmal äusserst diszipliniert und in kämpferischer Hinsicht mit tadelloser Einstellung. Immer wieder warfen sich die Seeländer in Schüsse oder vereitelten mit letztem Einsatz gute Berner Tormöglichkeiten. Dem einstigen SCB-Spieler Sébastien Bordeleau gelang nach einem feinen Backhandpass Thomas Nüsslis gar das 0:1. Martin Plüss und Rüthemann hatten das Geschehen im Schlussdrittel mit zwei Überzahltoren in die erwarteten Bahnen gelenkt, ehe Philippe Seydoux von der Strafbank kommend sogleich das 2:2 gelang. Der Treffer war für den SCB gleichsam ärgerlich wie unnötig. Sowohl Goalie Marco Bührer als auch die Spieler auf der Bank hatten die Berner Überzahlformation vor der Rückkehr Seydoux’ mittels Stockklopfen gewarnt – dennoch gelangte der Puck nach einer Berner Unachtsamkeit über die Mittellinie direkt zum Bieler Verteidiger. «Wir lagen 2:1 vorne und gaben Biel dann die Einladung zum Ausgleich», sagte Rüthemann. «Das darf uns nicht passieren», befand Caryl Neuenschwander. Bern–Freiburg retour Die Bieler konnten in der Folge das Unentschieden bis zum Ablauf der regulären Spielzeit halten. «Wir wollten zumindest diesen Punkt nach Hause bringen», sagte Kevin Schläpfer. Aus diesem Grund liess der Bieler Trainer in der Schlussphase den Deutsch-Kanadier Ahren Spylo auf der Bank. «Er ist ein Risikospieler, der seine Stärken nicht in der Defensive hat», meinte Schläpfer. Der Risikospieler des Heimteams hingegen, Travis Roche, wurde in den wichtigen Momenten zu Recht forciert: Der Offensivverteidiger war der kreative Dreh- und Angelpunkt des Berner Spiels, lenkte das Powerplay und trug sich bei allen SCB-Toren als Assistent ein. In der 62.Minute stand sein Querpass am Ursprung des Siegtreffers. «Gegen diesen Gegner müssten wir das Punktemaximum holen», hielt Caryl Neuenschwander fest. «Solche Punktverluste sind unnötig. Davon dürfen wir uns nicht zu viele erlauben, weil wir den Anspruch haben, stets ganz vorne zu sein.» Diesen Anspruch stellt offensichtlich auch das Berner Publikum an seine Spieler. Die samstägliche Leistung wurde vor Beginn der Verlängerung vereinzelt mit Pfiffen und Rufen nach Simon Gamache quittiert. Der Stürmer wird beim SCB heute wieder im Training erwartet. Gottérons Präsident Laurent Haymoz kündigte in der Sonntagsausgabe der Zeitung «Le Matin» an, der Kanadier werde zwar zum SCB zurückkehren, am Dienstag aber nicht gegen Gottéron antreten – zum Erstaunen von Sven Leuenberger. «Ich denke nicht, dass Gottérons Präsident darüber entscheiden kann, ob wir Gamache am Dienstag einsetzen oder nicht. Das liegt im Ermessen unseres Trainers», sagte der SCB-Sportchef. Reto Kirchhofer>

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