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Roger Federers grosse Effizienz

Roger Federer und Rafael Nadal überzeugen am US Open. Beide Favoriten setzten sich am Wochenende problemlos durch. Federer dürfte heute vom Österreicher Jürgen Melzer etwas mehr gefordert werden als zuletzt.

Roger Federer (ATP 2) hat die erste US-Open-Woche mit der grösstmöglichen Effizienz hinter sich gebracht. Beim 6:4, 6:3, 6:3 gegen Paul-Henri Mathieu (ATP 109) war er zum dritten Mal ungefährdet. Heute trifft er im Achtelfinal auf Jürgen Melzer (Ö/13). Spielerisch bekundete Federer bisher zwar keinerlei Probleme, am Samstag fand er sich phasenweise dennoch in einem Sturm wieder. Die Bedingungen im Arthur-Ashe-Stadium waren so extrem schwierig wie selten, starke Böen erschwerten die Ballkontrolle sowohl bei Aufwurf wie auch beim Schlagen selber. Federer und Mathieu mussten einige Male vor der unberechenbaren Flugbahn kapitulieren, Federer sogar einmal nach einem «Topspin-Wind-Lob». Federer war sehr zufrieden: «Ich habe den Wind zu meinem Vorteil nützen können.» Federer sehr zuversichtlich Der in eine Baisse gefallene einstige Gstaad-Sieger Mathieu hielt anfänglich ausgezeichnet mit und kam bei 4:3 sogar zu einem Breakball, den Federer mit einem Service-Winner annullierte. Mit elf von zwölf gewonnenen Punkten beendete er dann den Satz doch noch standesgemäss. «Als ich 5:4, 30:0 führte war ich sehr zuversichtlich», sagte Federer, der die erste Woche (in der man gemäss der ältesten Tennis-Weisheit ein Grand-Slam-Turnier nur verlieren kann) ohne jegliche Probleme hinter sich gebracht hat. Er hat seinen Gegnern im Durchschnitt nur drei Games pro Satz überlassen und war nie in Gefahr. Dementsprechend positiv lautete seine Zwischenbilanz: «Ich habe bei allen Bedingungen gespielt, bin bereit und habe keine Entschuldigungen. Im Gegensatz zu Wimbledon habe ich in den Startrunden wenig Energie verloren, weder körperlich noch mental.» Annacone hört bei LTA auf Paul Annacone beendet derweil seine Arbeit für den britischen Verband (LTA) nicht wie vorgesehen im November sondern per sofort. Damit kann sich der 47-jährige Trainer noch intensiver Federer widmen als bisher – und mögliche Interessenskonflikte werden vermieden. Heute (wohl in der Nacht auf Dienstag Schweizer Zeit) trifft Federer auf Jürgen Melzer, ehe wohl das erneute Duell mit Robin Söderling (Sd/5) anstehen würde. Der bisher einzige Vergleich mit dem Österreicher Melzer war Federers Highlight im diesjährigen Wimbledon-Turnier, er hatte den Paris-Halbfinalisten jederzeit im Griff. Federer freut sich auf die dritte Partie im Turnier gegen einen Linkshänder, seinen einstigen Junioren-Doppelpartner bei der Orange Bowl: «Melzer ist ein guter Typ. Wir sprechen viel miteinander in der Garderobe und kommen sehr gut aus.» Melzer überzeugend Melzer überzeugte am Samstag erstmals im Turnier und liess Juan Carlos Ferrero (Sp/22) keine Chance (7:5, 6:3, 6:1). Vor seiner Erfolgsserie in Paris war der Mann mit dem grossen Ballgefühl, Nachfolger von Federer als Junioren-Wimbledonsieger, oft an seiner Labilität gescheitert und hatte nie die 3. Runde eines Majors überstanden. Nun steht er im dritten Achtelfinal in Serie. Der Spanier Rafael Nadal agierte derweil gestern gegen den Franzosen Gilles Simon sehr souverän und erreichte die Achtelfinals mit einem lockeren Dreisatzsieg. Die Partie des Schweizers Stanislas Wawrinka gegen Andy Murray wurde nach Redaktionsschluss beendet. siResultate Seite 18>

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