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Sanfter Sound – sanfter Strand

Der Sommer ist da. Pünktlich dazu starten die «Blue Turtle»-Konzerte in Faulensee. Im Güetital gibts sanfte Töne. Doch nicht nur das

Ferienfeeling für Daheimgebliebene. Wo gibts denn das? Gleich um die Ecke. Oder genauer: beim Bootshafen Güetital in Faulensee. Hier, einen Steinwurf vom Stützpunkt der Seepolizei entfernt, beginnt der wahre Sommer. Palmen säumen den lauschigen Flecken Erde, ein Bistro macht locker jeder ausgewachsenen Strandbar Konkurrenz. Direkt am kühlen Nass steht eine Bühne. Sie ist Dreh- und Angelpunkt der «Blue Turtle»-Events, ist das Herzstück einer ebenso kleinen wie feinen Konzertreihe. Deren nunmehr sechste Auflage wird morgen Donnerstagabend mit dem Unplugged-Konzert von Christian Tschanz lanciert (siehe Kasten). Sanftes, Heissblütiges Es kommt nicht von ungefähr, dass auf der kleinen Halbinsel akustisch Sanftes tonangebend ist. «Wir wollten etwas Spezielles machen, etwas, das in diese Szenerie passt. Rockige Konzerte wären hier fehl am Platz», weiss Andreas Kühnrich. Er ist nicht nur Veranstalter, sondern auch Absolvent der Musikhochschule Luzern und professioneller Cellist. Dank seiner Arbeit und seinen Beziehungen gelingt es immer wieder, namhafte Musiker in Faulensee ansagen zu dürfen. Dodo Hug, Shirley Grimes oder Adrian Stern sind nur einige von ihnen. In dieser Saison spielen der Bass-Virtuose Mich Gerber, die bekannt-bewährten Jammin oder die Berner Musikszene-Combo Adam Had’em auf. Sie tun es immer mit reduziertem Equipment – immer bis 22 Uhr – und immer ohne fixen Eintritt. «Wir weisen die Besucher jeweils darauf hin, dass bei der Einlage in die Kollekte kein Münz klimpern sollte», so Kühnrich vielsagend. Geradezu heissblütig mit Latino-Schwung geht es dann an den Salsa-Abenden zu und her. Beim Auftakt vom Sonntag liessen ganze 300 Tanzfreudige ihre Hüften kreisen. und Aufgepepptes An der Gestade des Sees betreiben der Einiger Andreas Kühnrich und Jörg Lüthy, ein Wimmiser mit Ostschweizer Dialekt, ihr Business. Vor sechs Jahren setzten sie um, «was auch ihnen als Gast gefallen hätte». So laute die Philosophie. Die Oase(e) – eine Parzelle im Besitz der Gemeinde Spiez – ist von Mai bis Oktober fest in Händen von «Blue Turtle». In der «Villa» werden Gruppenunterkünfte und am wie im Wasser Events angeboten. Es gibt das gedeckte Bistro (das bei gutem Wetter in den Sommerferien täglich und sonst an den Wochenenden geöffnet ist) und einen Badestrand für Jedermann – und -frau, natürlich. Für ein noch wohltuenderes Bad – beziehungsweise einen schonenderen Gang zu diesem – wurde dieser Strand aufgepeppt. «Ursprünglich wollten wir den Bereich als Sandstrand gestalten», sagt Kühnrich. Bald schon hätte sich indes gezeigt, dass der Aufwand dafür zu gross gewesen wäre. Als provisorische Version wurden schliesslich die grossen und störenden Steine beim Seeeinstieg entfernt und im flachen Gewässer 20 Kubik Kies verteilt. «Das ist sicher eine Komfortsteigerung», ist Andreas Kühnrich überzeugt. Davon können sich all die Daheimgebliebenen überzeugen. Wo? Gleich um die Ecke.Jürg Spielmann>

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