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Schengen-Terminal im Bau

Bern-BelpGestern hat am Flughafen der Spatenstich für den neuen Schengen-Terminal stattgefunden. Der Bau soll bis im Dezember fertig sein.

Es war der erste grosse Spatenstich von Flughafendirektor Mathias Häberli. Der Bagger ritzte auf der freien Fläche zwischen dem heutigen Terminal und dem geschützten Biderhangar leicht den Teer auf. Der Bau kostet 3,15 Millionen Franken. Das Geld sprach der Grosse Rat – nach langer und intensiver Debatte über Sinn und Unsinn der Investition – bereits Mitte Januar 2010. Neue Vorschriften Der Terminalanbau ist nötig, damit die Schengen-Vorgaben erfüllt werden können. In erster Linie müssen die Passagiere aus dem Schengen-Raum strikt von jenen aus Nicht-Schengen-Ländern getrennt werden. Um die neuen Auflagen des Schengen-Dublin-Abkommens überhaupt erfüllen zu können, gilt eine Übergangsregelung: Die Passagiere steigen einfach zeitlich versetzt in das Flugzeug. Vom Übergangsregime waren bisher insbesondere die Skitouristen aus England betroffen. Gemäss Alpar-Verwaltungsratspräsident Fritz Grossniklaus bringen die englischen Skitouristen dem Berner Oberland zwischen 60000 und 80000 Logiernächte. Die Wertschöpfung wird auf rund 20 Millionen Franken geschätzt. «Die 3,15 Millionen Franken, die der Grosse Rat für den Ausbau der Infrastruktur gesprochen hat, sind also gut investiert», sagte Grossniklaus in seiner Ansprache. «Der neue Schengen-Terminal dient damit den Interessen des Tourismus und der Wirtschaft.» Weiter versprach Grossniklaus, dass die Investitionen in die Infrastruktur einen wesentlich grösseren Erfolg haben würden als ursprünglich geplant. Die aktuellen Zahlen des Flughafens Bern-Belp scheinen diese Aussage zu bestätigen. Zurzeit starten und landen acht Airlines im Belpmoos. Sie fliegen 24 Destinationen an, so viele wie noch nie (wir berichteten). Unter den Destinationen befindet sich auch der Hub München. In München können die Passagiere auf Interkontinentalflüge umsteigen. Kaum Änderungen Der heutige Terminal bleibt weitgehend unverändert. Darin verbleiben die zentrale Check-in-Halle mit Ticketing-Schalter, Toiletten und Valora-Cafébar. Nach dem Check-in begeben sich die Passagiere entweder in die heutige Abflughalle mit den Gates 1 bis 3 oder in den neuen Abflugbereich mit dem Gate 4. Die Durchgänge zu beiden Abflughallen sind mit einem Passkontrollschalter wie auch mit einer Securitykontrolle ausgerüstet. Wie den Unterlagen zum Neubau zu entnehmen ist, soll damit je nach Anzahl der Flüge oder je nach Passagieraufkommen eine flexible Nutzung der beiden Abflughallen möglich sein. Reisende von und nach Ländern innerhalb des Schengen-Gebietes werden von der Grenzkontrollbehörde, im Fall von Bern-Belp der Kantonspolizei, nicht mehr systematisch kontrolliert. Nicht wegfallen werden die Zollkontrollen. Das äussere Erscheinungsbild des heutigen Flughafentermi-nals wird durch den Anbau auch nicht beeinträchtigt. Der Anbau nimmt Form und Farbe des alten Terminals auf. Der Anbau soll Mitte Dezember eröffnet werden. Christian Liechti>

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