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Schmocker ist neuer Präsident

Neuer Präsident der Bauernvereinigung Amt Thun ist Beat Schmocker, Michael Wiedmer sitzt neu im Vorstand. Regierungsrat Neuhaus diskutierte an der Delegiertenversammlung mit den Bauern über Raumplanung.

Auf dem Areal der Thun-Expo leitete der Präsident Daniel Gfeller zum letzten Mal die Delegiertenversammlung der Bauernvereinigung Amt Thun (BVT) und sprach dabei seine Gedanken zum Milchmarkt aus: «Die Menge ist hoch, der Preis tief, und die im Herbst getroffene Lösung sollte jetzt konsequent bei allen Milchproduzenten durchgesetzt werden.» Die BVT organisiert Anlässe, setzt sich politisch für die Bauern ein, macht Eingaben und gibt Stellungnahmen ab. Und sie unterstützt die Bauernvertreter bei den Wahlen. Zum neuen Präsidenten wurde der bisherige Vizepräsident Beat Schmocker gewählt und der 40-jährige Michael Wiedmer neu in den Vorstand geholt. Ein Sitz im Vorstand bleibt vakant. Der Verwaltungskreis Thun wird vergrössert, und aus den acht dazustossenden Gemeinden wird erst nächstes Jahr für den abtretenden Samuel Siegenthaler ein Mitglied in den Vorstand gewählt werden. Daniel Gfeller wurde für zehn Jahre Mitarbeit bei der BVT, davon drei Jahre als Präsident, mit Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Neuhaus zur Raumplanung Das Thema des Referats von SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus war: «Raumplanung und Landwirtschaft, ein Spannungsverhältnis?» Verschiedene Förderinstrumente des Bundes und des Kantons hätten direkt oder indirekt Auswirkungen auf die Entwicklung des ländlichen Raums, sagte dieser. Auf dem Land sollten der Wohn-, Wirtschafts- und Lebensraum gefördert und besser aufeinander abgestimmt werden. Die Delegierten diskutierten angeregt mit Christoph Neuhaus. Im Kanton Bern stehen etwa 120000 Gebäude ausserhalb der Bauzonen, deren optimale Nutzung sinnvoll ist. «Der Artikel 24 RPG des Bundes sollte gelockert und die Bausubstanz ausgenutzt werden. Baufällige Häuser sollten in der Landwirtschaftszone neu aufgebaut werden dürfen», forderte Grossrat Samuel Graber. Dass das Gesetz den Bau einer Lagerhalle für umweltfreundliche Holzschnitzel auf einem Bauernhof verbietet, sei unverständlich. Was tun gegen die Bauwut? Die Landwirte verstehen nicht, dass nichts gegen die Bauwut und den Landverschleiss in Stadtnähe unternommen wird. Elisabeth Schwarz bemängelte, dass weder der Kanton noch die Gemeinden bei ihrer Planung den Richtplan für Fruchtfolgeflächen berücksichtigen und dadurch die Landwirte in ihrer Arbeit Nachteile hätten. Regierungsrat Neuhaus kennt das Problem und sagte: «Wir sollten weniger Land verschwenden, dafür in Stadtnähe höher bauen.» Weiter wurde der Landverlust durch die ökologischen Massnahmen bemängelt und die Aaresanierung gerügt, die viel kostbares Kulturland verschlinge. Auch der diskutierte Energienachweis für vor 1989 erbaute Gebäude war ein Thema. Die Kosten für die Isolation von Gebäuden seien höher als ein Neubau. «Wie soll das gehen, wenn der Eigentümer die Sanierung nicht will und allenfalls gar nicht finanzieren kann? Wer bezahlt dann?», fragte Samuel Graber. Rösi Reichen >

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