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Schnottwiler Steuerfuss steigt um acht Prozent

Die Gemeindeversammlung Schnottwil verlief weit weniger turbulent als im Vorjahr – obwohl die Steuern weiter steigen.

Die Steuererhöhung von 127 auf 135 Prozentpunkte blieb in Schnottwil diesmal fast unbestritten. Die 8 Prozentpunkte bewirken laut Gemeindepräsident Stefan Fahrer, dass effektiv 6,3 Prozent mehr Steuern bezahlt werden müssen. Bereits vor einem Jahr wollte der Gemeinderat 8 Prozentpunkte rauf. Die damals äusserst turbulent verlaufene Versammlung bewilligte jedoch nur 5 Prozent. «Damit haben wir leider nicht mehr Geld eingenommen, das deckt nur gerade die Ausfälle, die durch die kantonale Steuergesetzrevision verursacht wurden», so Fahrer. Er wurde noch deutlicher: «Es wäre fahrlässig und unverantwortlich, wenn wir diese neuerliche Steuererhöhung nicht verlangen würden.»

«Brauchen mehr Geld»

Daniela Leuenberger, die neu das Ressort Finanzen übernommen hat, erklärte: «Der neu gewählte Gemeinderat will seine Pflichten von Anfang an ernst nehmen. Wir brauchen mehr Einnahmen, weil die Ausgaben steigen.»

Aus der Versammlung heraus kam der Vorwurf, Schnottwil befinde sich am Schwanz der Bucheggberger Steuerhitparade. Stefan Fahrer entgegnete, auch andere Gemeinden müssten ihren Steuerfuss erhöhen. Man wolle sich aber nicht mit jenen reichen Gemeinden vergleichen, die sich nicht einmal ein Trottoir leisten würden.

Die 71 Anwesenden stimmten dem neuen Steuerfuss von 135 Prozent und dem Voranschlag klar zu. Letzterer sieht bei Einnahmen von rund 6 Millionen Franken ein Defizit von 419000 Franken vor.

Mit Alarmanlage

Nettoinvestitionen sind für knapp 1,5 Millionen Franken geplant. Bewilligt wurden brutto 98000 Franken zur Sanierung des Gemeindehauses. Es wird nach mehreren Einbrüchen auch eine Alarmanlage bekommen. Die Feuerwehr kann ein neues Fahrzeug anschaffen. Und zwei Bauernhöfe bekommen eine neue Wasserleitung. Vor allem auf Wunsch der Anwohner wurde der Ausbau der Quartierstrasse Stockeren zurückgestellt. Damit können im Moment 200000 Franken gespart werden.

Mehrere Reglemente wurden angepasst oder aufgehoben. Dann gabs nur noch lobende Worte, Küsse und sogar Geschenke: Stefan Fahrer verabschiedete zahlreiche Funktionäre und Amtsinhaber.

BZ/rgw

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