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Schülerinnen hatten Glück im Unglück

spiezDrei Mädchen im Alter von 14 Jahren hatten gestern in Spiez ein ganzes Heer von Schutzengeln: Sie wurden auf dem Fussgängerstreifen angefahren, doch nur eines von ihnen verletzte sich leicht.

Gestern Morgen, etwa um 7 Uhr: Drei Siebtklässlerinnen sind zu Fuss auf dem Weg ins Schulzentrum Längenstein. Beim Spiezmooskreisel wollen sie die Thunstrasse auf dem Fussgängerstreifen überqueren. Zur selben Zeit fährt eine Frau in ihrem Auto die Simmentalstrasse entlang und will beim Kreisel nach rechts in die Thunstrasse einbiegen. Dabei erfasst sie drei Schülerinnen auf dem Zebrastreifen. Wie die Kantonspolizei gestern mitteilte, wurden zwei der Mädchen mit einer Ambulanz ins Spital gefahren. Eines konnte das Spital kurze Zeit später wieder verlassen. Die Verletzungen des anderen Mädchens sind leichter Natur, wie Recherchen dieser Zeitung zeigten. Das dritte Mädchen suchte erst nachträglich zur Kontrolle einen Arzt auf. Michel Weber, Leiter des Schulzentrums Längenstein. sprach gestern Morgen kurz nach dem Unfall mit einem der involvierten Mädchen. «Es war offenbar ein Kommunikationsproblem, das zu dem Unfall geführt hat», sagte er gegenüber dieser Zeitung. «Die Mädchen glaubten offenbar, dass die Frau in dem Auto anhalte, und diese ging davon aus, dass die Mädchen warten würden.» Weber ist seit fünf Jahren Schulleiter im Längenstein. «In dieser Zeit hat es beim Spiezmoos-Kreisel keinen Unfall mit Schülern aus unserer Schule gegeben», sagte er gestern auf Anfrage. Der Kreisel gelte auch nicht als generell gefährlich. «Persönlich erachte ich die Situation beim Spiezmooskreisel aber als nicht ganz ungefährlich; vor allem am frühen Morgen, wenn es dunkel ist, ist höchste Aufmerksamkeit aller Beteiligten gefordert.» Er werde die Angelegenheit auf jeden Fall mit dem Spiezer Polizeiinspektor Renato Heiniger besprechen und abklären, ob ein Handlungsbedarf bestehe. Heiniger bestätigte Webers Angaben: «Es gab in den vergangenen fünf Jahren keine Unfälle auf diesem Kreisel, und auch aus der Zeit davor ist kein Fall bekannt, in dem Menschen schwer verletzt wurden.» Er werde nun den Unfallhergang abklären; danach stehe fest, ob punkto Sicherheit Verbesserungen nötig seien. In die Abklärungen würden auch Vertreter des Kantons miteinbezogen, da es sich bei der Thunstrasse um eine Staatsstrasse handle. Marc Imboden>

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