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Schützen auf dem Prüfstand

An der heute beginnenden WM in München wird nicht nur die Schweizer Equipe, sondern die ganze Sportart kritisch betrachtet.

Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, dürfte die heute in München beginnenden Welttitelkämpfe der Schützen kritisch beäugen. Schiessen als gefährdete olympische Sportart zu bezeichnen, ist zwar etwas übertrieben, die letzten Grossanlässe begeisterten Rogge indes nur bedingt. An der WM 2006 in Zagreb hatte er die schlechte Infrastruktur bemängelt; an den Olympischen Spielen 2008 in Peking hielt sich das Interesse an den Schützen in Grenzen. In München soll vieles besser werden; einige Wettkämpfe sind bereits ausverkauft, Zelte und Leinwände sollen rund um die Halle Komfort garantieren. Auch Rogges Bedürfnis nach telegenen und zuschauerfreundlichen olympischen Sportarten soll befriedigt werden. Für die helvetische Delegation – mit sieben Schützen aus dem Bernbiet – geht es an der WM darum, die Scharte von Peking auszuwetzen. Im Reich der Mitte enttäuschten die Schweizer schwer, sie verpassten die Finals und wurden zuweilen scharf kritisiert. Seine Equipe solle die Chance zur Imageverbesserung nutzen, sagt der Berner Teamchef Urs Weibel. Weil in München Quotenplätze für Olympia 2012 in London vergeben würden, sei die Konkurrenz jedoch stark. Weibel gibt als Vorgabe den Gewinn einer Medaille und das Erreichen mehrerer Finalplätze an; dies dürfte am ehesten in den nicht olympischen Team- und 300-m-Wettkämpfen zu realisieren sein. Anders als in der Schweiz wird die Langdistanz in vielen Ländern kaum gefördert. «In den olympischen Disziplinen haben wir aber noch Aufholbedarf», sagt Weibel. phrBerner WM-Teilnehmer: Gewehr, olympisch (50m/10m): Irene Beyeler, Simon Beyeler, Fabio Sciuto (alle Schwarzenburg), Sascha Berger (Heimberg), Nicolas Rouiller (Thörishaus), Beat Müller (Fraubrunnen). – Nichtolympisch (300m): S. Beyeler, Marcel Zobrist (Heimberg).>

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