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Schurter durch zwei Defekte ausgebremst

An der Mountainbike-WM in Mont-Sainte-Anne (Ka) galten die Schweizer als grosse Favoriten. Nach einer Defektserie resultierte für Titelverteidiger Nino Schurter aber nur Platz 4. Florian Vogel wurde Neunter, Ralph Näf Elfter.

«Ich bin enttäuscht, denn ich war an den Start gegangen, um meinen WM-Titel zu verteidigen», meinte Nino Schurter, der als schönen Trost für diese Saison immerhin den Weltcup-Gesamtsieg in der Tasche hat. Der Bündner vermochte einen ihn 15 Sekunden kostenden Vorderrad-defekt noch auszubügeln und sich an die Spitze zu setzen. Bei halber Distanz des Titelkampfes waren Schurters Aussichten noch intakt. Nach einem Hinterraddefekt, dessen Behebung 40 Sekunden in Anspruch nahm, platzten aber Schurters Hoffnungen von der Titelverteidigung. «Dies war eine Folge von Pech oder meiner Fehler. Aber nach diesem Zwischenfall war mein Rhythmus gebrochen», erklärte Schurter. Er hatte sich vorgenommen, aggressiv zu fahren und möglichst keiner Gruppe anzugehören, um seine eigene Linie fahren zu können. Sauser weit zurück Florian Vogel (9.) nahm das WM-Rennen durch einen Defekt in der Startrunde unter ungünstigen Vorzeichen in Angriff. Christoph Sauser (32.) wurde durch einen Zwischenfall an einer ungünstigen Stelle des Circuits zu einem längeren Laufeinsatz gezwungen. Ohne Panne kam nur Ralph Näf (11.) durch. Doch der Marathon-Europameister zog ausgerechnet im wichtigsten Rennen der Saison einen schwachen Tag ein. Angetreten waren die Schweizer als jene Fahrer, die es zu schlagen galt. Nun kehren sie erstmals seit der Heim-WM 2003 in Lugano ohne Medaillen zurück. Die Häufung der Defekte ist schwer zu erklären. Sieg für Hermida Erst in der Schlussrunde gelang es José Antonio Hermida, im Alter von 32 Jahren einen der schönsten Triumphe seiner Karriere sicherzustellen. Der Spanier, 2004 in Athen Olympia-Silbmermedaillen-Gewinner, war an Weltmeisterschaften nie über den 3.Platz hinausgekommen. Nun schaffte es der über einen auf natürliche Weise hohen Hämatokritwert verfügende Spanier gar zum WM-Titel. Mit seiner Gold-Fahrt hielt Hermida die aufstrebende junge Garde mit Jaroslav Kulhavy (Tsch/25) – eine Woche zuvor Sieger des Weltcuprennens in den USA – und Burry Stander (SA/ 24) in Schach. Bei den Frauen vergab Nathalie Schneitter die Aussichten auf eine Top-Ten-Klassierung durch zwei Stürze in der ersten Runde. «Danach war ich von der Rolle», bekannte die Solothurnerin, die sich im 11.Rang klassierte. Mit ihrem 12.Platz gelang Marielle Saner-Guinchard das zweitbeste Ergebnis der Saison. Die Europameisterin Katrin Leumann (14.) konnte nie richtig an ihre Grenzen gehen. Und Schweizer Meisterin Esther Süss kam wegen Materialproblemen nicht über den 22.Rang hinaus. si>

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