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Schweinegrippe nicht mehr aufzuhalten

In der Schweiz erkranken immer mehr Menschen an der Schweinegrippe. Am meisten trifft es die Kantone Tessin und Genf.

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestern mitteilte, wurden diese Woche 295 Fälle von Schweinegrippe im Labor bestätigt. Das entspricht einer Verdreifachung gegenüber der Vorwoche. Besonders von der Krankheit betroffen sind der Kanton Tessin mit 86 Fällen sowie der Kanton Genf mit 73 Fällen. Dies erklärte Patrick Mathys vom BAG vor den Medien. Die Zahlen zeigten: «Etwas passiert in der Schweiz.» Mittlerweile sind gemäss dem Bundesamt bis am Mittwochabend in der Schweiz knapp 2000 Schweinegrippe-Fälle im Labor nachgewiesen worden. 38 Personen mussten seit vergangenem Juli wegen einer Erkrankung in Spitalpflege gebracht werden, 7 davon sogar auf die Intensivstation. In Armee, Schule, Knast Überall macht sich die Schweinegrippe bemerkbar: In Thun sind zwei Rekruten der Panzer-RS 21 erkrankt. In der Kaserne Chur waren am Donnerstag noch rund 20 der ursprünglich 64 Schweinegrippe-Patienten auf der Krankenstation. Von Schulschliessungen waren am Donnerstag die Gemeinden Eischoll im Wallis und Allschwil im Baselbiet betroffen. In Eischoll wurde eine Kindergartenklasse geschlossen, in Allschwil sistierten die Behörden den Unterricht für drei Sekundarschulklassen. 20 Schüler waren zuvor erkrankt; bei 7 von ihnen wurde die Schweinegrippe nachgewiesen. Auch Gefängnismauern schützen nicht vor der Schweinegrippe: Im Gefängnis Champ-Dollon in Genf erkrankte ein Häftling am pandemischen Virus. Er sowie seine Mithäftlinge wurden isoliert. Sie müssen eine Maske tragen, wie ein Sprecher eine Meldung von Radio Suisse Romande (RSR) bestätigte. Pandemie angekommen Wie sich die allgemeine Lage in der Schweiz entwickeln werde, könne er nicht genau sagen, meinte Patrick Mathys, der beim BAG zuständig ist für die Pandemievorbereitung. Die Pandemiewelle dauere erfahrungsgemäss acht bis zehn Wochen. Zahlen aus dem Ausland zeigten aber, dass die Grippe nun auf der nördlichen Halbkugel rasch um sich greife. «Die pandemische Welle ist in der nördlichen Hemisphäre angekommen», erklärte Mathys. Gegen die pandemische Verbreitung der Schweinegrippe könne nun nichts mehr unternommen werden. EU schützt Schweine Die EU-Mitgliedstaaten wollen inzwischen auch die Schweine vor der nach ihnen benannten Grippe schützen. Sie verabschiedeten Richtlinien, in denen Kontroll- und Überwachungsmassnahmen zum Virus H1N1 bei Schweinen festgehalten sind. Die Schweiz prüft inzwischen ebenfalls ihre Schweinebestände: «Diesen Herbst haben wir die Überwachung wegen des H1N1-Virus verstärkt», sagte Cathy Maret, Sprecherin des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), auf Anfrage. Bisher wurden hier zu Lande gemäss Maret keine Schweine mit dem H1N1-Virus entdeckt. sda>

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