Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Promis von A bis C

ProminenteHeute Abend kürt «Glanz & Gloria», das

International gesehen ist der Fall klar: Wer regelmässig auf dem Titelblatt der «Gala» erscheint, in den Frontreihen der angesagtesten Modeschauen sitzt, mit Hollywoodstars feiert oder mindestens einmal im Leben zu einer königlichen Hochzeit eingeladen wird, ist ein A-Promi. Über solche Kaliber verfügt unser Land in äusserst geringem Masse. Bei kritischem Betrachten der Schweizer Prominenz können vor allem C-Ausweise ausgestellt werden. Für C wie Cervelat, die unterste Stufe des Berühmtseins. Am meisten Ausdauer hat auf diesem Niveau Ex-«Musicstar»-Kandidat Piero Esteriore. Der Baselbieter mit italienischen Wurzeln sang sich bisher hartnäckig durch alle möglichen TV-Castings, zog ins deutsche «Big Brother»-Haus und fuhr mit seinem Mercedes ins Gebäude der Zeitung «Blick». Doch Ruhm und Ehre kann man nicht erzwingen, Esteriore bekommt den roten Teppich so gut wie nie zu sehen. Vorrang haben C-Promis wie die Bernerin Edita Abdieski («X-Factor»-Gewinnerin 2010), die Ex-Missen Mahara McKay, Jennifer Ann Gerber oder Nadine Vinzenz sowie «Die grössten Schweizer Talente»-Siegerin Maya Wirz. Allesamt Frauen, die dank seriösem Karrierefeilen halbwegs bekannt sind. Sicherlich liebäugeln auch TV-Hellseher Mike Shiva oder der singende Berner Pornobanker J.P. Love mit dem C-klassigen Promisegment. Auf Gästelisten sind sie allerdings selten zu finden. Illustrierte als Massstab In der Kategorie B tummeln sich jene Landsleute, die in der Schweiz aufgrund ihrer Talente über mehrere Jahre im Gespräch bleiben. Melanie Winiger zum Beispiel konnte sich nach ihrem Missenjahr als Schauspielerin etablieren. Polo Hofer hat als Berner Mundartrockpionier Geschichte geschrieben. Chris von Rohr ist als Musiker, Autor und grossmäuliges Jurymitglied seit vielen Jahren präsent. Auch des Landes liebstes Glamourpaar «Flordi» (Francine Jordi und Florian Ast) darf sich B-prominent nennen. Ebenso wie alle anderen, um die sich die «Schweizer Illustrierte» reisst, sobald sie heiraten, Kinder kriegen oder sich scheiden lassen. Gerade mal eine Handvoll Schweizerinnen und Schweizer hat es bisweilen in die A-Klasse geschafft. In jene Bekanntheitskategorie, die keine Landesgrenzen kennt. Oder anders gesagt: in jene, die für Lokaljournalisten nur mit viel Mühe zu erreichen ist. Arthur Cohn, Filmproduzent, mehrfacher Oscarpreisträger, «unser Mann in Hollywood» gehört dazu. Auch Michelle Hunziker, DJ Bobo und Schauspieler Bruno Ganz haben es in diese glanzvolle Promiliga geschafft. Der unbestrittene Anführer dieser Kategorie ist jedoch Tennisass Roger Federer. Kaum ein anderer Schweizer Name ist weltweit so bekannt wie seiner. Und auch hierzulande führt er die Liste der meistgegoogelten Promis an. «King Roger» hat zudem richtig Glamour: Zählt er doch US-Sängerin Gwen Stefani und deren Ehemann Gavin Rossdale zu seinen engsten Freunden. Alles in allem wird Roger Federer wohl für lange Zeit der grösste A-Promi bleiben, den die kleine Schweiz nach Bond-Girl Ursula Andress hervorgebracht hat. Keine A-Promis zur Wahl Wen die Peoplesendung «Glanz& Gloria» heute Abend zu den schillerndsten Schweizer Promis des Jahres 2011 küren wird, verrät das Schweizer Fernsehen morgen Abend in «G&G Weekend». In den Kategorien «Crazy», «Love», «Emotion» und «Style» sind Persönlichkeiten wie Schwinger Jörg Abderhalden, Emil und Niccel Steinberger, Sänger Baschi oder Paola Felix nominiert. Gemäss dem oben genannten A-, B-, C-Ranking wird es sich bei den Siegern also kaum um A-Promis handeln. Miriam Lenz«G&G Weekend»: morgen Sonntag, 18.50 Uhr, SF1.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch