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Schweiz-Korrespondent der «Süddeutschen zeitung»

Wolfgang Koydl berichtet seit vergangenem Sommer für die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) in München über politische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen in der Schweiz. Der 59-jährige Journalist wohnt mit seiner aus Russland stammenden Frau in Stäfa. Sich selbst bezeichnet er als Mitteleuropäer. Aufgewachsen ist er in Nürnberg, die Wurzeln seiner Familie liegen in Böhmen. Um zu ergründen, wie der Schweizer so tickt, begleitet Koydl auch schon mal einen Seniorenklub auf einer Wanderung oder besucht einen Züridüütsch-Kurs. Und er staunt, wie schnell man hier in Gruppen zum unkomplizierten Du wechselt. Ein offenes Ohr hat er für Witze, die oft viel verraten über nationale und regionale Eigenheiten. Koydl hat einen Sinn für die komischen Seiten des Lebens, immer wieder blitzt sein Humor auf. Zuvor war Koydl als Korrespondent der SZ in Istanbul, Washington und London tätig. Über seine Abenteuer und Erkenntnisse in der Türkei, den USA und Grossbritannien hat er mehrere unterhaltsame und zugleich lehrreiche Bücher geschrieben, eines davon heisst etwa «Fish and Fritz». Er ist auch Autor einer Biografie von John Kerry, dem demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten von 2004. Sein Buch über die Schweiz erscheint im kommenden Herbst bei Ullstein unter dem Titel «Wer hat’s erfunden?». Koydl hat die Deutsche Journalistenschule absolviert und arbeitete früher beim «Münchner Merkur», bei der BBC in London, für eine Presseagentur in Moskau und bei der «Presse» in Wien. Als Treffpunkt für das Gespräch hat Koydl das Café Sprüngli am Zürcher Paradeplatz ausgewählt, weil es exemplarisch vereint, was die Schweiz in den Augen vieler Deutscher noch immer ausmacht: Schokolade und Banken. In einem Gastbeitrag für den «Sonntag» hat er das Wesen der Schweiz kürzlich so auf den Punkt gebracht: «Dies ist ein Land, in dem Fussgänger brav an einer roten Ampel warten, auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist. Erst bei Grün gehen sie auf die andere Strassenseite. Dort steht die Dignitas-Klinik, in der man sich total legal einschläfern lassen kann.»asr>

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