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Seebezirk sagt Ja zum Spitalumbau

MerlachAlle 26 Gemeinden des Seebezirks unterstützen den Kredit für den Um- und Ausbau des Spitals in Merlach. Ihr Anteil beträgt insgesamt

In den nächsten vier Jahren müssen die Gemeinden des Seebezirks insgesamt 25 Millionen Franken zahlen, damit das Spital Merlach umgebaut und vergrössert werden kann. Neben den bereits bestehenden Abteilungen Akutmedizin, Rehabilitation und Geriatrie sowie der Permanence öffnen im Spital Merlach zudem die beiden Abteilungen Neurorehabilitation und Palliativmedizin ihre Türen. Diese Pläne haben die Seebezirkler nun abgesegnet: Der entsprechende Kredit ist an der gestrigen Abstimmung mit 88 Prozent Ja-Stimmen angenommen worden. Für die Verantwortlichen des Spitalumbaus ist das Resultat «voll zufriedenstellend», wie Oberamtmann Daniel Lehmann am Sonntagnachmittag vor den Medien sagte. Markus Ith, Vorstandspräsident des Gesundheitsnetzes See, sprach sogar von einem «Wunschresultat». Und für Hubert Schaller, Direktor des Freiburger Spitalnetzes HFR, ist das Projekt im Seebezirk für den ganzen Kanton interessant. «Alle Freiburger können vom neuen Angebot in Merlach profitieren», sagte er. Stimmfreudige Merlacher Laut Guy Petter zeigen die Resultate, dass sich auch die Romands mit dem Seebezirk identifizieren. Der Wistenlacher sitzt in der Planungskommission für den Spitalumbau und lobte vor allem die Gemeinden Bas- und Haut-Vully. Tatsächlich: In Bas-Vully waren 95 Prozent für den Umbaukredit, in Haut-Vully sprachen sich 91 Prozent für den Kredit aus. Am südlichen Zipfel des Bezirks sind die Resultate ernüchternder. Mit 62 Prozent Ja-Anteil stehen die Einwohner von Bärfischen am wenigsten hinter dem Umbaukredit, gefolgt von Misery-Courtion und Courtepin. «Weniger Betroffenheit und weniger direktes Interesse»: So deutete Lehmann die Resultate. Und Ith machte darauf aufmerksam, dass es viel wichtiger sei, in der Standortgemeinde eine hohe Stimmbeteiligung zu haben. Dieses Ziel ist erreicht worden: In Merlach lag die Stimmbeteiligung am höchsten. Fast zwei Drittel der Einwohner gingen abstimmen, 91 Prozent haben den Kredit angenommen. Nach dem Bezirk muss sich nun der Kanton zum geplanten Spitalumbau äussern. Laut Markus Ith sollte die Vorlage in der Mai-, spätestens jedoch in der Junisession vor den Grossen Rat kommen. Während die Gemeinden des Seebezirks insgesamt 25 Millionen Franken an den Umbau zahlen, soll der Kanton die restlichen 30,5 Millionen beisteuern. Murten zahlt am meisten Segnet der Grosse Rat den Umbaukredit im Frühling ab, werden die Gemeinden des Seebezirks tief in ihr Portemonnaie greifen müssen. Für die Aufteilung der 25 Millionen Franken auf die 26 Gemeinden sind drei Faktoren ausschlaggebend: Die Einwohnerzahl einer Gemeinde, ihr Steuerpotenzial und ihre Distanz zum Spital. Mit 5,4 Millionen Franken am meisten bezahlen muss die Gemeinde Murten. Beim kleinen Lurtigen hingegen schlägt der Spitalumbau mit total 120000 Franken auf die Rechnung der kommenden Jahre. Helene Soltermann/FNResultat Kredit Umbau Spital Merlach: 7440 Ja (88,3%), 985 Nein (11,7%); Stimmbeteiligung: 34,8%.>

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