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60'000 Sportler, 5000 Stunden und 130 Disziplinen

Heute beginnt in Biel und Magglingen das 75. Eidgenössische Turnfest. An keiner Veranstaltung in der Schweiz nehmen so viele aktive Sportlerinnen und Sportler teil.

Hier findet heute die Eröffnungsfeier statt: Die Coop-Arena ist nur eine von verschiedenen Standorten, an denen das Eidgenössische Turnfest über die Bühne geht.
Hier findet heute die Eröffnungsfeier statt: Die Coop-Arena ist nur eine von verschiedenen Standorten, an denen das Eidgenössische Turnfest über die Bühne geht.
zvg/Sandro Stutz/freshfocus

Das Eidgenössische Turnfest, das in den nächsten elf Tagen in Biel und Magglingen stattfindet, ist der grösste Schweizer Sportanlass. Alle sechs Jahre findet er statt. Unter dem Motto «Gymnastique fantastique» werden sich rund 60'000 Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 2000 Turnvereinen an den nächsten beiden Wochenenden im Seeland messen. An sieben Wettkampftagen wird in rund 130 Disziplinen mehr als 5000 Stunden geturnt, gerannt, geworfen, geschwungen, gespielt und gesprungen. Insgesamt werden 26 Turnfestsieger erkoren. Neben bekannten Sportarten wie Kunstturnen und Leichtathletik stehen auch Aerobic, Nationalturnen, Indiaca oder Korbball im Programm. Es ist der wichtigste Anlass des Schweizerischen Turnverbandes (STV), mit rund 300'000 Mitgliedern der grösste Sportverband in der Schweiz.

Der sportliche Höhepunkt der elftägigen Veranstaltung geht am Samstagabend über die Bühne, wenn die Schweizer Turnelite in den Mehrkämpfen auf der Esplanade in Biel die beiden Turnfestsieger unter sich ausmacht. Der Star der Veranstaltung ist Giulia Steingruber, die bereits vor sechs Jahren in Frauenfeld am «Eidgenössischen» teilgenommen hatte. Die 19-jährige St.Gallerin ist die aktuelle Europameisterin am Sprung und gehört auch im Mehrkampf zur europäischen Elite. An den Titelkämpfen im April in Moskau verpasste sie als Vierte nur knapp eine Medaille. Herausgefordert wird Steingruber im Kampf um die Nachfolge von Ariella Kaeslin von Ilaria Käslin, Laura Schulte und Jessica Diacci.

Capelli will wieder gewinnen

Im Mehrkampf der Männer ist Claudio Capelli der erste Anwärter auf den Titel. Der 26-jährige Seeländer, der leicht angeschlagen ist, strebt in seiner Heimat die Wiederholung seines Triumphs von vor sechs Jahren in Frauenfeld an. Capelli ist der konstanteste Schweizer Mehrkämpfer der letzten Jahre. An den Olympischen Spielen in London 2012 belegte er den guten 17. Platz, an der EM in Moskau vor zwei Monaten verpasste er als Neunter ein Diplom im Mehrkampffinal nur knapp. Capelli den Sieg am ehesten streitig machen können seine Nationalmannschaftskollegen Roger Hegi, Simon Nützi und Pablo Brägger. Lucas Fischer, der EM-Medaillengewinner am Barren, wird an einzelnen Geräten antreten.

In der Leichtathletik ist die nationale Spitze nicht am Start. 2007 hatten im Rahmen des Eidgenössischen Turnfests noch die Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften stattgefunden.

Traditioneller Mehrkampf

Ebenfalls am ersten Wochenende findet das Nationalturnen statt, der traditionelle Mehrkampf in den Disziplinen Steinheben, Steinstossen, Schnelllauf, Hochweit- und Weitsprung, Bodenturnen sowie Ringen und Schwingen. 138 Nationalturner fordern am Freitag und Samstag in Ipsach in der Kategorie A den Urner Andi Imhof heraus, den Turnfestsieger von 2007. Ebenfalls mit am Start ist Steve Anderhub. Der 42-jährige Luzerner, der 2002 im Zweierbob als Bremser von Christian Reich in Salt Lake City Olympiasilber gewonnen hatte, strebt nach seinen Siegen 1991, 1996 und 2002 seinen fünften Kranz an einem «Eidgenössischen» an.

Das zweite Wochenende steht im Zeichen der Vereinswettkämpfe. Dabei bietet sich dem STV Wettingen nach den Siegen 2002 im Baselland und 2007 in Frauenfeld die Chance zum Hattrick.

Das Programm und die Höhepunkte zum Eidgenössisches Turnfest 2013 in Biel: www.etf-ffg2013.ch

BZ/si

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