Der Igelrain sorgt für Unmut

Radelfingen

Die Teilrevision der Ortsplanung Radelfingen wurde am Montag an der Gemeindeversammlung nach hitziger Debatte angenommen.

Simone Lippuner

Radelfingen will nicht stehen bleiben. Um rückläufigen Einwohnerzahlen und dem Lädelisterben entgegenzuwirken, soll hauptsächlich im oberen Gemeindegebiet für Gewerbler und neue Siedlungen mehr Land zur Verfügung stehen. «Wir wollen nicht als Schlafgemeinde dastehen», so Gemeindepräsidentin Kathrin Vischer.

Zweistündige Diskussion

Der Kanton sieht ein Kontingent von 2,7 Hektaren vor. Gestern hat Radelfingens Einwohnerschaft an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über die Teilrevision der Ortsplanung abgestimmt. Mit 83 zu 13 Stimmen bei 102 anwesenden Stimmberechtigten wurden die Teilrevision und die damit verbundenen Änderungen im Baureglement nach zweistündiger Diskussion angenommen.

Kritische Stimmen

Für erhitzte Gemüter sorgten vor allem die geplanten Umzonungen im Gebiet beim Schulhaus Detligen, dem sogenannten Igelrain. Einige der Igelrain-Bewohner wollten mit einem Abänderungsantrag die Umzonung Igelrain überprüfen lassen. Sie befürchten, dass ihnen der geplante Neubau einerseits die Sicht nimmt, andererseits das «wunderschöne» Ortsbild massiv verändert. Andere Einwohner blasen im vollen Gemeindesaal ins gleiche Horn. Weiter sorgte die Umzonung Schafrain für kritische Stimmen.

Für die Gemeinde Radelfingen entstehen durch die Landverkäufe und Mehrwertabschöpfungen voraussichtliche Einnahmen von rund 2,5 Millionen Franken.

Berner Zeitung

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