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Der kräftige Quereinsteiger beim Schwingen

Auf Schweizer Judomatten braucht Matthias Zimmermann kaum einen Gegner zu fürchten. Auch weil der 30-jährige Seeländer einst im Supermarkt Christian Stucki über den Weg lief, kämpft er jetzt im Sägemehl.

Es ist die Geschichte eines Judoka, der zum Schwinger wurde. Die Schreibe ist von Matthias Zimmermann, einem 30-jährigen Seeländer, der in seiner Paradedisziplin fünfmal Schweizer Meister war und Podestplätze an Turnieren in Monaco und Bosnien-Herzegowina erreichte. Aber Zimmermann hatte ein Handicap: Er war zu schwer. In seiner Gewichtsklasse (über 90 Kilo) gab es nur wenig adäquate Sparringpartner; um zu trainieren, nahm er weite Wege auf sich.

Da kam ihm die Idee, sich den Schwingern zu stellen. Aus der Zeitung wusste er, dass Christian Stucki zu den Branchenleadern zählte und in der Gegend wohnte. Der Zufall stand Pate, als sich die Einkaufswagen von Zimmermann und Stucki im Supermarkt kreuzten. Der Judokämpfer sprach den Hünen an, fragte ihn, ob er mit ihm trainieren dürfe. «Stucki war perplex und hat mich komisch angeschaut. Aber er sagte, ich solle mal vorbeischauen», erzählt Zimmermann schmunzelnd. Die Einladung nahm er dankend an. Die Schwinger aber liess er über seinen sportlichen Hintergrund im Unwissen, überraschte sie mit unkonventionellem Stil. «Einige traten ungern gegen mich an», sagt Zimmermann, der nach der ersten Einheit «starken Muskelkater» verspürte.

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