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Nidauer stimmen über umstrittenen Sparentscheid in Bildung ab

Die Stimmberechtigten in Nidau können darüber entscheiden, ob frankophone Kinder auch künftig eine französischsprachige Bieler Schule besuchen dürfen.

Blick in ein Klassenzimmer: Geht es nach den Nidauerinnen und Nidauern, dürfen ihre französischsprachigen Kinder auch künftig eine frankophone Schule in Biel besuchen.
Blick in ein Klassenzimmer: Geht es nach den Nidauerinnen und Nidauern, dürfen ihre französischsprachigen Kinder auch künftig eine frankophone Schule in Biel besuchen.
Keystone

Das Referendum gegen den Sparentscheid des Nidauer Stadtparlaments ist mit 658 gültigen Unterschriften offiziell zustande gekommen. Die Abstimmung findet am 18. Mai statt, wie der Nidauer Gemeinderat am Dienstag mitteilte. Das sei der frühestmögliche Termin. Die Frage des Schulbesuchs französischsprachiger Kinder werde somit erst kurz vor den Sommerferien geklärt sein.

Jahrelang zahlte Nidau, eine Nachbargemeinde der zweisprachigen Stadt Biel, den französischsprachigen Kindern das Schulgeld in Biel. Von der neuen Regelung verspricht sich das mit roten Zahlen kämpfende Nidau eine jährliche Einsparung von mindestens 150'000 Franken.

Sollten sich die Stimmberechtigten für die neuen Bestimmungen aussprechen, müsste der Gemeinderat zuerst eine neue Vereinbarung mit der Stadt Biel aushandeln, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Für das Schuljahr 2014/15 ergäbe sich dadurch eine Übergangssituation. Die letztes Jahr nur provisorisch in Biel eingeschulten Kinder des ersten Kindergartenjahres müssten dann das zweite Kindergartenjahr eigentlich in Nidau absolvieren.

Der Gemeinderat wäre aber nach eigenen Angaben bereit, mit der Stadt Biel kurzfristig eine Lösung zu suchen, damit die betroffenen neun Kinder ihre Schullaufbahn nahtlos in Biel fortsetzen könnten.

Anders sei die Situation für die französischsprachigen Kinder, die auf das Schuljahr 2014/15 eingeschult werden. Sie müssen das erste Kindergartenjahr in jedem Fall in Nidau absolvieren.

Der Grund dafür sei, dass Nidau die Klassenzuteilungen bereits vor der Abstimmung vom 18. Mai vornehmen müsse, schreibt der Gemeinderat. Diese Planung beinhalte auch die Anstellung von Lehrpersonen und die Bereitstellung der Infrastruktur.

SDA/tan

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