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Saint-Imier bannt die bösen Geister

Im Uhrenstädtchen sind die Wunden, die der Jurakonflikt vor 40 Jahren geschlagen hatte, verheilt. Berntreue und Autonomisten zügeln vor dem neuen Urnengang ihre Leidenschaften.

Mit knapp 5000 Einwohnern ist Saint-Imier hinter Moutier die zweitgrösste Gemeinde im Berner Jura. Wenige Wochen vor dem Urnengang über die Wünschbarkeit eines «Grosskantons» Jura erinnert in dem von der Uhrenindustrie geprägten Städtchen wenig daran, dass die Stimmberechtigten des Berner Jura und des Kantons Jura am 24. November einen wegweisenden Entscheid treffen werden. Ausserhalb der Region ist zudem kaum bekannt, dass in Saint-Imier seit 15 Jahren mit Stéphane Boillat ein Autonomist an der Spitze der Stadtregierung steht. Der 48-jährige Anwalt unterscheidet sich allerdings von Maxime Zuber, dem charismatischen Stadtpräsidenten von Moutier, der die Wiedervereinigung des Süd- und des Nordjura zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat.

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