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Seeländer spannen bei Sozialpolitik zusammen

Künftig wollen die Seeländer Gemeinden ihre Sozialpolitik zusammen gestalten. Dazu wurde eigens eine regionale Konferenz geschaffen. Priorität hat die Alterspolitik, danach kommt die Integration von Ausländern.

Die Zeit drängt: Noch vor den Budgetbeschlüssen der Gemeinden Ende Jahr will die neu geschaffene Konferenz für Soziales und Gesundheit des Vereins seeland.biel/bienne (s.b/b) ein erstes Konzept zur Alterspolitik vorlegen. Viel Konkretes wird darin noch nicht geschrieben sein, doch laut Fredy Siegenthaler, Präsident der neuen Konferenz, müsse man ein Projekt vorlegen, um überhaupt an Geld zu kommen. Etwa 20 000 bis 30000 Franken benötigt seine Konferenz vom Verein s.b/b gemäss ersten Schätzungen.

Zusammenarbeit gefordert

Dass die Alterspolitik zuerst angegangen wird, überrascht nicht: Die regional verankerte Konferenz für Soziales und Gesundheit wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um eine regionale Alterspolitik zu entwickeln. Pierre-Yves Moeschler, Sozialdirektor der Stadt Biel, betonte bereits im August, als er die Bieler Alterspolitik vorstellte: «Der Kanton verlangt eine regionale Planung der benötigten Betagtenheime und Betagtenunterstützung. Legen wir diese nicht vor, bekommen wir kein Geld.» Danach erwähnte er erstmals, dass eine Sozialkonferenz geschaffen werde.

Für diese Aufgabe biete sich der Verein s.b/b geradezu an, sagt Siegenthaler. Die Konferenz hat sich mittlerweile formiert, im September getagt und bereits erste Pflöcke eingeschlagen. So wurde eine Arbeitsgruppe bestimmt, die sich um die regionale Altersplanung kümmert und bis zu den Budgetbeschlüssen ein erstes Papier vorlegen will. Darin soll dargelegt werden, wie die regionale Altersplanung angegangen werden soll.

«Wir sind noch in der Startphase», sagt Siegenthaler, der nur noch bis Ende Jahr Gemeindepräsident von Aegerten sein wird und sein Amt im Verein s.b/b deshalb bald ablegen muss. Voraussichtlich bleibe er noch bis Ende Februar Präsident der neuen Konferenz.

Konferenz kommt zu spät

Mit der ersten Sitzung ist Siegenthaler zufrieden. «Die Leute wollen zupacken.» So habe man weitere Themen bestimmt, die die Konferenz bearbeiten müsse. Besonders wichtig wird laut Siegenthaler in Zukunft die Integrationspolitik.

Bereits wollte man sich mit einem eigenen Projekt für Gelder eines Bundesprogramms bewerben. Da man aber bis Ende Oktober ein ausgearbeitetes Papier hätte vorlegen musste, wurde schnell klar: Dafür wird die Zeit viel zu knapp. Siegenthaler hat aber ein weiteres Bundesprogramm im Auge, wofür die Region Geld bekommen könnte. «Dabei geht es um die Frühintegration von Ausländern.»

Dieses Thema überschneidet sich mit der Konferenz für Bildung, die ursprünglich Teil der Sozialkonferenz hätte werden sollen. Dass es trotz thematischer Überlappungen nun zwei Konferenzen gibt, liegt an den Teilnehmenden selbst. «Die Themenfelder sind zu breit und zu wichtig, als dass man sie innerhalb einer einzigen Konferenz behandeln sollte», erklärt Siegenthaler.

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