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Volg-Filiale zwingt Angestellte, für abgelaufene Ware zu zahlen

Die Leitung des Volg-Ladens in Pieterlen hat die Angestellten gezwungen, für den «Schaden» aufzukommen, wenn Waren das Verfalldatum erreichten. Und wenn die Kasse nicht stimmte, mussten sie für die Differenz aufkommen.

Die Unia deckte Misstände im Volg in Pieterlen auf.
Die Unia deckte Misstände im Volg in Pieterlen auf.
Thomas Peter

Nun hat Volg den betroffenen Angestellten mehrere tausend Franken «Strafgeld» zurückgezahlt, wie die Sektion Biel-Seeland der Gewerkschaft Unia am Donnerstag mitteilte. Die Volg Detailhandels AG bestätigte die Darstellung der Unia auf Anfrage.

Die Unia führt ihren Erfolg auf den Druck zurück, den sie mit einer Petition zugunsten der Angestellten aufbaute. 400 Personen unterschrieben die Petition, wie Gewerkschaftssekretär Martin Dremelj auf Anfrage sagte.

Volg sagt, schon bei den ersten Anzeichen auf eine Verletzung der internen Regeln habe die Direktion in Pieterlen eingegriffen, also noch bevor sie von der Petition erfahren habe. Es handle sich um einen bedauerlichen Einzelfall. Die internen Kontrollen seien verstärkt worden.

Sechs Angestellte haben gekündigt

Laut Unia versuchten die Volg-Angestellten zuerst, sich bei der Filialleitung zu wehren, doch ohne Erfolg. Danach wandte sich das Personal an die Gewerkschaft mit der Bitte, aktiv zu werden. Die Volg-Geschäftsleitung bot laut Unia rasch Hand zu einer einvernehmlichen, aussergerichtlichen Lösung.

Wegen des schlechten Arbeitsklimas in Pieterlen hätten innerhalb von sechs Monaten sechs Angestellte gekündigt, schreibt die Unia auch.

SDA

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