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Seematter liess sich vom Schneefall nicht beeindrucken

ski alpinDer Schneefall und der böige Wind stellten die jungen regionalen Fahrerinnen und Fahrer vor Probleme. Alexandra Seematter gewann zum Auftakt des JO-Leki-Cups in Grindelwald-Männlichen.

Die regionalen JO-Fahrerinnen und -Fahrer hätten sich den Auftakt zur Rennsaison wohl anders gewünscht. Aber auch der organisierende Skiklub Wilderswil. Dieser wollte zum Auftakt des JO-Leki-Cups auf dem Schlafboden im Skigebiet Männlichen zwei Punkterennen im Slalom durchführen. Wegen des starken Schneefalls, des böigen Windes und der schlechten Sicht musste Rennen zwei abgesagt werden. Alexandra Seematter aus Grindelwald liess sich von den widrigen Wetterverhältnissen nicht beeindrucken und gewann das Rennen bei den JO II. «Eigentlich hatte ich das Gefühl, den Lauf verbremst zu haben. Es gelang mir nicht immer , auf Zug zu fahren», sagte die Siegerin nach ihrem Lauf. Dass sie ausgerechnet im Slalom, ihrer am wenigsten geliebten Disziplin, gewinnen konnte, verwundert die 14-jährige Sekundarschülerin schon. Als wagemutiges Mädchen, das gut springt und die Ski laufen lassen kann, rechnet sie sich eigentlich in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Super-G, die grössten Chancen aus. «Alexandra hat in jüngster Zeit grosse Fortschritte gemacht. Bis vor zwei Wochen war sie noch zu wenig stabil», lobte Cheftrainer Peter Wyss vom Regionalen Leistungszentrum (RLZ) Jungfrau. «Ja, ich neige noch dazu, die Schultern zu drehen, statt sie stabil zu halten», sagte Alexandra selbstkritisch. Alexandra ist nicht in einer Skirennfahrer-Familie aufwachsen. Dass sie als Mädchen überhaupt zum alpinen Skisport gestossen ist, sei ihrer Kollegin Seline Fischer zu verdanken. «Sie hat mich an einem Samstag ins JO-Training mitgenommen. Dort hat es mich gepackt und nicht mehr losgelassen», verriet die begeisterte Sportkletterin und Berggängerin. Spitzenplätze bei JO-Animations- und Vergleichsrennen deuten auf grosses Potenzial hin. Letzte Saison errang sie an der BOSV-Meisterschaft Riesenslalom-Silber. Die Aufnahme ins BOSV-Kader und in das RLZ Jungfrau waren der verdiente Lohn für die beachtliche Resultatausbeute. Ihr grosses Vorbild sei, weil sie immer so aufgestellt und fröhlich sei, die Ausnahmekönnerin Lara Gut, so Alexandra. Saisonziele seien interregionale Vergleichsrennen und die Schweizer JO-Meisterschaften, verriet die Stöckli-Fahrerin. In der vergangenen Saison hatte Seematter in der Leki-Cup-Gesamtwertung den 11.Schlussrang belegt. Ihre beste Klassierung war damals ein 3.Rang – natürlich beim Auftaktrennen in Grindelwald-Männlichen. Diese Strecke scheint der 14-jährigen Grindelwalderin zu behagen. Einen tollen Einstand in der JO-II-Kategorie feierte die erst 13-jährige Zoé Herrmann aus Schönried, die letztjährige Siegerin in der jüngeren JO-Kategorie. Mit nur 15 Hundertstel Rückstand wurde sie Zweite und verdrängte sowohl Diana Bühler wie auch Deborah Gerber auf die Ränge 3 und 4. Dennoch gelten die unzertrennlichen Freundinnen Bühler und Gerber als Favoritinnen auf den Gesamtsieg. Sieg für 13-Jährigen Sven Flück aus Meiringen heisst der «Mann des Tages» in der Kategorie JO II. Der erst 13-Jährige verwies den um ein Jahr älteren Marco von Siebenthal (Saanen) auf den Ehrenplatz. Sein grosses Talent hatte Flück bereits letzte Saison angedeutet. Er belegte damals in der Gesamtwertung in der JO-I-Kategorie den vierten Rang. Der letztjährige Leki-Cup-Sieger Joel Oehrli aus Lauenen – ebenfalls erst 13 Jahre jung – verpasste einen Podestrang um nur sieben Hundertstel. Delio Kunz vom Team Diemtigtal sorgte für sein bisher bestes Ergebnis in der noch jungen Karriere. Zwei 2. Ränge im letztjährigen Leki-Cup waren seine bisher besten Resultate. Auf dem Männlichen gelang ihm der grosse Coup. Beinahe eine halbe Sekunde betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Mathias Grünenwald (Zweisimmen). prt/pvt>

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