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Sieg der Vernunft

Von den beiden aussichtsreichen Ständeratskandidaten aus dem Berner Oberland hat die Wahl nur einer geschafft: Werner Luginbühl, der stille, mehrheitsfähige Sachpolitiker aus Krattigen, wurde vom Bernervolk mit einem Glanzresultat wiedergewählt. Dem Sigriswiler Adrian Amstutz hingegen reichten die Sympathien, die er im Oberland und in seiner SVP geniesst, nicht für die Wiederwahl. Die klare Abwahl ist nicht als Niederlage des Oberlandes oder als Niederlage von Land gegen Stadt zu werten, sondern vielmehr als Sieg des 71 Prozent grossen Nicht-SVP-Volkes im Kanton Bern. Die Wahl des Bewährten, auch für Linke und Grüne vernünftig politisierenden Bürgerlichen Luginbühl und des wirtschaftsfreundlichen und krisenerprobten Linken Hans Stöckli ist nichts als logisch: Denn für Grüne, Linke und die bürgerliche Mitte ist Hardliner Amstutz schlicht nicht wählbar. Zu offensichtlich sind bei ihm die Einflüsse des rechtspopulistischen Zürcher SVP-Flügels erkennbar. Das Berner Stimmvolk hat erkannt, dass diese nicht wirklich lösungsorientierten Einflüsse in einer Standesvertretung, die mehrheitsfähige Lösungen entwickeln muss, nichts verloren haben. Adrian Amstutz bleibt der Trost, dass er als bestgewählter Berner Nationalrat weiter politisieren kann. Dort, in der Volksvertretung, darf er sich durchaus wie bisher pointiert fürs Berner Oberland starkmachen. Mail: b.stuedle@bom.ch >

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