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Siegestor fiel nach 67 Minuten

Dem SC Langenthal wäre im ersten Playoff-Viertelfinal gegen den Favoriten EHC Olten beinahe eine Überraschung gelungen. Erst in der 67.Minute traf Remo Hirt zum 3:2-Sieg und zur 1:0-Führung für die Solothurner.

«Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass es in dieser Playoff-Serie eng wird», war nach dem Match in den Gängen des Kleinholzstadions seitens der Anhänger der Solothurner zu vernehmen. Nach 60 Minuten standen die Spieler des EHC Olten da, wo sie nicht sein wollten: in der Verlängerung statt mit einem Sieg in der Garderobe. Der Qualifikationszweite und klare Favorit in dieser Viertelfinalserie wurde in diesem Derby vom SC Langenthal zu einem harten Stück Arbeit gezwungen. Manchmal mit fünf Mann in die Defensive gedrängt, kämpften sich die Oberaargauer immer wieder frei. Am Ende musste sich der SC Langenthal erst in der 67.Minute geschlagen geben. «Das war ein äusserst intensives erstes Spiel», sagte SCL-Verteidiger Patrik Gurtner. «Beide Teams spielten auf dem gleichen Level, wir können gewinnen.» Nur für ganz kurze Zeit schien alles in den gewohnten Bahnen zu verlaufen: Ein sauberer Querpass nahe am Torraum auf Olten-Topskorer Brent Kelly, dieser hob die Scheibe ins offene Tor. Dieses 1:0 für das Heimteam fiel im Powerplay in der 8.Minute und erinnerte an die ersten drei Begegnungen, die in dieser Saison im Kleinholz stattgefunden hatten und die allesamt von den Solothurnern mit vier bis sechs Toren Unterschied gewonnen wurden. Die Antwort der Oberaargauer folgte nur gerade 31 Sekunden später mit dem Ausgleich zum 1:1. Einseitige Bilanz 0:15 Punkte lautete die triste Bilanz des SCL in dieser Saison gegen Olten. Der rasche Ausgleich war somit ein Kontrapunkt im sechsten Duell und eine Ansage an Olten, dass die Langenthaler bereit und in Playoff-Form sind. Auch nach Oltens rascher 2:1-Führung im Schlussdrittel brachen die Dämme nicht – während eines beachtlichen Teils der Qualifikation krankte der SCL genau daran, denn nach einem Gegentor kassierte das Team oft gleich noch ein oder zwei weitere Gegentore. Gestern aber wurde auch der zweite Rückstand fast postwendend mit dem eher überraschenden Ausgleich beantwortet, der zur Overtime führte. Das Heimteam hatte im Schlussdrittel auf die Entscheidung gedrängt. Doch der überaus starke Langenthaler Schlussmann Marc Eichmann parierte die hochkarätigsten Chancen. Lange Serie möglich Kämpfen die beiden Teams im gleichen Stil weiter wie beim ersten Aufeinandertreffen, kann sich eine schöne und lange Playoff-Serie entwickeln, auf welche die Fans acht Jahre warten mussten. Erstmals seit der SC Langenthal zurück in der NLB ist, stehen sich die Teams in den Playoffs gegenüber. Früher spielten zwar beide Teams ebenfalls in dieser Liga, damals gab es aber noch keine Playoffs. Patrik Gurtner: «Die Serie verspricht grosse Spannung und ist noch lange nicht entschieden.» Allerdings hat Gurtner auch bemerkt, dass noch Potenzial in seinem Team steckt. Man müsse noch für mehr Verwirrung vor dem gegnerischen Tor sorgen, dies wolle man morgen Dienstag tun. Daniel Gerber >

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