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Simpsons Premiere in Klagenfurt

EishockeyDas Schweizer Nationalteam hat den Österreich-Cup gewonnen. Beim 4:3 nach Penaltyschiessen gegen Weissrussland (4:3) erwies sich Julien Sprunger als äusserst treffsicher.

Das Schweizer Nationalteam hat den zweiten Zusammenzug in dieser Saison ohne Niederlage abgeschlossen. Dank des 4:3-Siegs nach Penaltyschiessen zum Abschluss der Woche gegen Weissrussland siegten die Schweizer in Klagenfurt am Österreich-Cup. Trainer Sean Simpson zeigte sich nach seinem ersten Turniersieg als Schweizer Nationalcoach gut gelaunt und zufrieden: «Es gibt ein positives Gefühl für den weiteren Verlauf der Saison, wenn man eine Woche mit einem Sieg abschliessen kann.» Für Simpson war es im fünften Anlauf das erste Mal, dass er während der Saison einen Zusammenzug ungeschlagen abschloss. Gegen Weissrussland, das praktisch mit seiner bestmöglichen Mannschaft angetreten war, zeigten die Schweizer im Final des Turniers zum 100-Jahr-Jubiläum des österreichischen Verbandes ihre beste Leistung. «Wir mussten eine Topleistung bringen, um sie zu schlagen», sagte Simpson, «und am Schluss haben wir verdient gewonnen. Wir waren einen Tick besser.» Zum Matchwinner avancierte Julien Sprunger. Der Freiburger Topskorer erzielte erst die Treffer zum 1:0 und 3:2. Und im Penaltyschiessen verwertete er gleich drei Versuche. Dank Sprungers Penaltykünsten und Martin Gerbers Paraden setzten sich die Schweizer doch noch durch, nachdem sie davor dreimal eine Führung aus der Hand gegeben hatten. Besonders umstritten war das 3:3 eineinhalb Minuten vor dem Ende. Torhüter Gerber wurde – wie bereits beim 2:2 – entscheidend behindert. Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Die Schweizer mussten sich allerdings auch selbst an der Nase nehmen, dass sie sich den vierten Sieg gegen die Osteuropäer in Serie nicht vorzeitig gesichert hatten. Denn vor dem Ausgleich liessen sie eine Fünfminutenstrafe gegen Pawel Tschernok ebenso ungenutzt verstreichen wie fünf weitere Überzahlgelegenheiten. Die Mühe mit den «Kleinen» Obwohl sich die Schweizer Mannschaft im Verlauf der Woche steigerte, zeigte sich einmal mehr, dass sogenannt «Kleine» immer wieder zu Stolpersteinen werden können. Gegen Slowenien (2:1 nach Penaltyschiessen) und während zweier Drittel gegen Österreich (4:1) mühten sich die Schweizer regelrecht ab. Simpson sagte: «Es ist jedes Mal ein Kampf gegen diese Teams. Wir sind noch nicht dort, wo wir sein könnten gegen solche Gegner. Ich hoffe, wir lernen etwas aus dieser Woche.» Simpson erkannte, dass sein Team gegen die Weissrussen «weniger verkrampft» antrat und eine ganz andere Qualität im Spiel aufwies. Zum Auftakt der WM im Frühling wartet mit Kasachstan ein ähnlicher Gegner auf die Schweiz wie die beiden Absteiger der letzten Titelkämpfe in dieser Woche. Als «Hauptprobe» für dieses Spiel testen die Schweizer im April erneut (zweimal) gegen Österreich. «Wir brauchen solche Spiele», meinte Simpson. Vom Kader, das in Ljubljana und Klagenfurt dabei war, werden vielleicht rund zehn Spieler die WM bestreiten. Je nachdem, wie viele Verteidiger aus der NHL die Mannschaft verstärken werden (im besten Fall fünf), könnte vor allem die Abwehr ein anderes Gesicht erhalten. Gestandene Akteure wie Severin Blindenbacher und Captain Mathias Seger machten in dieser Woche keineswegs beste Werbung in eigener Sache. Sandro Mühlebach,Klagenfurt>

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