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Skywork verspürt Aufwind

Die Firma Skywork gibt sich einen neuen Marktauftritt und hält an den Ausbauplänen fest.

Lindgrün und Blau sind die neuen Firmenfarben. Und die Belper Fluggesellschaft hat einen einfacheren Namen: Statt Sky Work Airlines heisst sie nun schlicht Skywork. Gestern montierten die Arbeiter am Flughafen die neuen Firmenschilder. Und die Skywork-Crew feierte den neuen Marktauftritt mit zahlreichen Gästen in weissen Festzelten auf dem Areal. Mal schien dabei die Sonne, mal strömte der Regen. Das ist exemplarisch für die Geschichte des Unternehmens, das noch heute von der Familie Gribi geprägt ist. 50 neue Arbeitsplätze Nach einer Pannenserie im Sommer – wegen technischer Probleme kam es teils zu massiven Verspätungen – hatte die Firma zuerst Stärke signalisiert und Ausbaupläne angekündigt. Später relativierte sie diese wieder (wir berichteten). Gestern nun sprach Chef Nicholas Gribi Klartext: Die Firma ist auf Expansionskurs. Neben der 72-plätzigen Dash will sie bis im kommenden Sommer ein zweites grösseres Flugzeug kaufen. Ab Januar erhöht sie zudem die Frequenzen bei den Cityflügen: Barcelona und Berlin werden neu viermal wöchentlich angeflogen, Hamburg dreimal. Und auch die Pläne für die neuen Vertriebskanäle werden konkreter. «Wir wollen in der Stadt Bern ein eigenes Reisebüro eröffnen», sagte Nicholas Gribi. Das ist ungewöhnlich für eine Airline. Bisher deckte Aaretal Reisen in Münsingen als einer der Hauptpartner das Tour-Operating-Geschäft ab. Das Verhältnis zwischen Aaretal Reisen und Skywork ist seit der sommerlichen Pannenserie getrübt. «Es gibt Spannungen, aber wir haben keine Probleme», drückte sich Tomislav Lang von Skywork gestern aus. Wie die Zusammenarbeit künftig aussehen wird, liess Lang zwar offen, er deutete aber an: «Konkurrenz kann belebend sein.» Zu den 60 bisherigen will Skywork 50 weitere Stellen schaffen. Das neue Selbstbewusstsein gründet zum einen auf den guten Erfahrungen mit der Linie Bern–Barcelona, die seit dem Jungfernflug im April steigende Passagierzahlen aufweist. Und das Chartergeschäft mit den Mittelmeer-Ferienflügen lief im September prächtig. Zum anderen kann die Airline auf treue Investoren zählen. Ausbau auch in Gstaad Ein namhafter Investor ist Arzt und Rolex-Erbe Daniel Borer aus Mörigen. Der 45-Jährige wird neuer Verwaltungsratspräsident der Fluglinie, wie gestern bekannt gegeben wurde. Alex Gribi, der bisherige VR-Präsident, konzentriert sich auf die Businessjetflotte von Skywork. Diese will ihr Potenzial in Gstaad besser nutzen. Sohn Nicholas Gribi wird CEO der künftigen Holding. Dessen Job als CEO der Airline übernimmt Tomislav Lang. Katharina Merkle>

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