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Soll die Strasse geteert werden?

Die Bürgergemeinde Egerkingen will die Strasse auf die Blüemlismatt teilweise teeren. Dagegen hat das Baudepartement das Veto eingelegt. Das Verwaltungsgericht muss entscheiden und nahm gestern einen Augenschein.

Der Abschnitt des Anstosses: Hier soll die Strasse zur Blüemlismatt geteert werden.
Der Abschnitt des Anstosses: Hier soll die Strasse zur Blüemlismatt geteert werden.
Hanspeter Flückiger

Gestern Nachmittag lud Verwaltungsgerichtspräsident Beat Stöckli in Egerkingen zum Augenschein. Exakt im Wald oberhalb Egerkingen, wo eine Mergelstrasse durch den Wald zum Bergrestaurant Blüemlismatt führt. Aus verschiedenen Gründen möchte die Bürgergemeinde Egerkingen die prekärsten 520 Meter davon endlich teeren.

Da das Baudepartement gegen das Bauvorhaben sein Veto einlegte, liegt das Geschäft nun auf dem Tisch des Verwaltungsgerichts. Um sich Klarheit zu verschaffen, lud Stöckli zum Augenschein. Zuerst per Auto, und dann zu Fuss, machten sich 12 Personen – Parteienvertreter, Sachverständige und Betroffene – auf den Weg.

Kein Vergnügen

Zu einem Vergnügen wurde der «Ausflug» aber nicht. Während mehr als einer Stunde wurden Standpunkte erklärt, Erfahrungen dargelegt und Fragen beantwortet. Zur Ausgangslage: Im April dieses Jahres unternahm die Bürgergemeinde einen zweiten Anlauf, den Waldweg in Richtung Blüemlismatt endlich instand zu stellen. Ein erstes Projekt scheiterte, weil die Bürgergemeindeversammlung den Kredit dafür nicht bewilligte. Bemerkenswert war, dass die Bürgergemeinde damals schon im Besitz einer Baubewilligung war. Während sich Bürgerrat Werner Berger wunderte, dass jetzt vor Gericht über ein Projekt gestritten werden muss, welches schon bewilligt war, winkte Regula Reber vom Rechtsdienst des Baudepartements ein erstes Mal ab. Sie bezweifelte die Rechtmässigkeit der Bewilligung, weil die Zustimmung des Departements nicht eingeholt worden sei.

Zum Projekt: Die steilsten 520 Meter der Strasse, das Gefälle beträgt rund zehn und mehr Prozente, soll mit einem einfachen Bitumenbelag versehen werden. Der Unterhalt werde dadurch vereinfacht und günstiger. Neben dem Winterdienst arbeitet ein Gemeindearbeiter umgerechnet einen Monat pro Jahr, um die Strasse einigermassen instand zu halten. Schon heute geteert sind die beiden Kurven und die letzten Meter vom Waldrand bis zum Restaurant. Wann und durch wen diese Beläge erstellt wurden, ist heute nicht mehr bekannt. Zur Diskussion: Kreisförster Werner Schwaller gab zu Protokoll, dass der Forst gut auf einer Strasse ohne Belag ihre Arbeit machen könne, ein Belag aber nicht hinderlich wäre. Rolf Glünkin vom Amt für Raumplanung erklärte, dass sie solchen Vorhaben grundsätzlich kritisch gegenüberstehen. Verschiedene Aspekte seien zu beachten, um zu einem ausgewogenen Urteil zu kommen.

Gefahr für Wildtiere

Er erwähnte Sicherheitsaspekte – auf geteerten Strassen wird schneller gefahren – und die Gefahren für das Wild und Kleinlebewesen. Der Rechtsvertreter der Bürgergemeinde gab zu bedenken, dass diese als Werkeigentümerin in der Verantwortung stehe und Reber blieb dabei, dass das Ansinnen nicht bewilligungsfähig ist.

Vielleicht kommt den Egerkingern ein Urteil des Verwaltungsgerichts zugute, in dem dieses gegen den Willen des BJD erlaubte, dass auf der Roggenstrasse die steilsten und unterhaltintensivsten Streckenteile befestigt werden dürfen. Dazu nahm Reber mit Verwunderung zu Kenntnis, dass aufgrund dieser Definition 1.2 Kilometer der Strasse einen Betonbelag erhalten sollen.

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